Microsoft: Blockchain-Integration in Nasdaq-Dienste

Der amerikanische Softwarekonzern Microsoft wird seine Azure-Blockchain-Technologie in das Finanz-Framework (NFF) der Börse Nasdaq Inc. integrieren, so eine Pressemitteilung vom 30. Oktober.

Laut der aktuellen Ankündigung wird Microsoft seinen Azure-Blockchain-Service in NFF integrieren. NFF ist eine Technologie, die Software für das Outsourcing von Handelsinfrastrukturen und -abläufen bereitstellt und die Anforderungen der Nasdaq an Risiko- und Überwachungstechnologien erfüllt.

Im Rahmen der Zusammenarbeit werden die Parteien Berichten zufolge eine "Ledger agnostische Blockchain-Fähigkeit" entwickeln, mit der man über mehrere Ledger hinweg arbeiten kann. Das neue Produkt wird demzufolge das Zusammenfinden von Käufern und Verkäufern, das Liefermanagement sowie Zahlungen und die Abwicklung von Transaktionen erleichtern.

Die Integration der Azure-Blockchain wird es NFF-Kunden Berichten zufolge ermöglichen, verschiedene Blockchains über eine gemeinsame Schnittstelle zu verwenden und zusätzlich die Blockchain-Entwicklung zu fördern.

Tom Fay, der leitende Vizepräsident der Enterprise Architecture an der Nasdaq, sagte, dass die Partnerschaft mit Microsoft einige der Herausforderungen überwindet, die die Integration von Blockchain-Technologie in bestehende Infrastrukturen darstellt. Er fügte hinzu:

"Unsere NFF-Integration mit ihren Blockchain-Diensten bietet eine Abstraktionsebene, die unser Angebot Ledger agnostisch, sicher und äußerst skalierbar macht. Das hilft uns letztendlich auch dabei, eine viel breitere Palette von Anwendungsfällen für Blockchain für Kunden zu erforschen."

Vor kurzem hat Nasdaq ein neues Blockchain-Patent öffentlich gemacht, das sich auf "ein Informations-Computersystem bezieht, das die sichere Freigabe zeitkritischer Informationen an Empfänger über eine Blockchain ermöglicht". Mit dem Patent will das Unternehmen die zeitnahe Übermittlung von Informationen an Medien erleichtern. Dabei sollen diese gleichzeitig rechtlich sicher sein und unter Verschluss bleiben.

Letzten Monat sagte der Leiter der Abteilung für alternative Daten bei Nasdaq Bill Dague in einem Interview mit Cointelegraph, dass die Einbeziehung von Kryptodatensätzen bei ihrem Marktanalysetool untersucht werde. Ob die Börse jedoch ein kryptobezogenes Produkt auf den Markt bringt oder nicht, bleibt abzuwarten.

Im August führte Azure einen Autoritätsnachweis (PoA)-Algorithmus für sein Ethereum-Blockchain-Produkt ein. Ein PoA-Algorithmus basiert auf dem Prinzip der zugelassenen Identitäten oder Prüfer in einer Blockchain. Dabei besteht keinen Wettbewerb bei der Durchführung der Transaktionen.

Das neue Ethereum-Produkt auf Azure ist mit einer Reihe von Funktionen ausgestattet, um eine korrekte Funktionsfähigkeit und Sicherheit zu gewährleisten. Zum Beispiel gibt es ein Identitätsleasingsystem, die Web-Assembly-Unterstützung von Parity, Azure Monitor und eine dezentrale Governance-Anwendung (DApp).