Neuer Chef der südkoreanischen Finanzaufsichtsbehörde: "Positive Aspekte" in Bezug auf Krypto

Der neu ernannte Gouverneur von Südkoreas Finanzaufsichtsbehörde (FSS) sagte heute, 6. Mai, in einer Pressekonferenz, dass er "einige positive Aspekte" in Bezug auf Kryptowährungen sieht. Der Gouverneur sagte auch, dass die FSS in Zusammenarbeit mit anderen Regulierungsbehörden an regulatorischen "Problemen" in Sachen Krypto arbeiten werde. Das geht aus einem Bericht des lokalen Nachrichtenportals The Korea Times hervor.

Yoon Suk-heun, der am 8. Mai offiziell seine Arbeit aufnehmen wird, sagte, dass eine bessere Kryptoregulierung ein sicheres Finanzsystem "hervorbringen würde", das Krypto-Produkte zugänglicher macht.

Nachdem Südkorea im Dezember dieses Jahres den anonymen Handel an inländischen Kryptobörsen verboten hatte, gab es Gerüchte um ein bevorstehendes vollständiges Kryptoverbot im Land. Diese Behauptung wurde von Südkoreas Finanzminister im Januar dementiert.

Yoon beantwortete die Frage, wie die FSS mit inländischen Kryptobörsen umgehen wird, nicht. Er erklärte lediglich, es müssten "viele Probleme gelöst und überprüft werden. Wir können das aber nur schrittweise tun."

Nach Einführung des nicht-anonymen Handelsverbots - das auch ausländischen Ausländern und südkoreanischen Bürgern unter 18 Jahren den Handel untersagte - sanken die "täglichen Transaktionen von Kryptowährungen von 4 Billionen Won auf rund 400 Milliarden Won noch bevor die Finanzaufsicht die neue Regulierung umsetzte", sagte der Vizepräsident der südkoreanischen Kryptobörse Bithumb Lee Jeong-ah gegenüber The Korean Times.

Ein Sprecher der südkoreanischen Kryptobörse UpBit sagte gegenüber The Korean Times, sie seien "nicht gegen Vorschriften":

"Aber man kann die Märkte nicht vollständig durch Vorschriften ersticken. Der neue FSS-Chef sollte darüber nachdenken, wie die Aufsichtsbehörden dazu beitragen können, den Kryptohandel und die Blockchain-Technologie besser zu machen."

Im März dieses Jahres wurden südkoreanische Regierungsbeamte sowohl vom Handel als auch vom Halten von Kryptowährungen ausgeschlossen. Vor Kurzem legte eine Gruppe südkoreanischer Gesetzgeber in einem der ersten freundlicheren Schritte gegenüber dem Kryptobereich einen Gesetzesentwurf vor, um den Start von Initial Coin Offerings (ICO) im Inland legal zu machen. Doch diese Legalisierung soll vom Ministerium für Wissenschaft und ICT und der Kommission für Finanzdienstleistungen (FSC), die das FSS leitet, streng überwacht werden.