Die Organisatoren der Konferenzen für Non-fungible Tokens (NFT) und realen Vermögenswerten (RWA) in Paris haben die Veranstaltungen mit einer Frist von einem Monat unter Verweis auf die Marktkräfte abgesagt.
In einem Beitrag vom Montag teilte das X-Konto der Veranstaltung mit, dass NFT Paris und RWA Paris, die ursprünglich für Februar geplant waren, 2026 nicht wie geplant stattfinden würden. Obwohl die Organisatoren nicht ausdrücklich sagten, dass die Veranstaltungen in Zukunft nicht mehr stattfinden würden, signalisierte die Nachricht an die Teilnehmer, dass sie dieses Kapitel der Konferenzen wohl „abschließen” werden.
„Der Markteinbruch hat uns hart getroffen“, heißt es in dem Beitrag. „Trotz drastischer Kosteneinsparungen und monatelanger Bemühungen, das Ganze wieder auf Kurs zu bringen, haben wir es dieses Jahr nicht geschafft.“

Einige der Sponsoren der Veranstaltung berichteten, dass sie keine Rückerstattung erhalten würden, aber NFT Paris erklärte, dass alle innerhalb von 15 Tagen gekauften Tickets zurückerstattet würden.
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Der NFT-Markt erlebte 2025 einen deutlichen Abschwung, wobei die Umsätze im November auf etwa 320 Millionen US-Dollar zurückgingen und im Dezember Berichten zufolge sogar noch niedriger ausfielen. Laut Daten von CoinGecko belief sich die Gesamtmarktkapitalisierung von NFTs am Montag auf etwa 2,7 Milliarden US-Dollar, was einem Rückgang von 68 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.
NFT-Marktplatz OpenSea: Von NFTs zu “alles”
OpenSea war im April Marktführer im Bereich NFTs, aber CEO Devin Finzer kündigte im Oktober an, dass die Plattform eine „Transformation vom ‚NFT-Marktplatz‘ zum ‚Handelsplatz für alles‘“ durchlaufen werde. Finzer erklärte Cointelegraph damals, dass OpenSea-Nutzer durch diesen Schritt „Token, Sammlerstücke, Kultur, digitale und physische Güter“ handeln könnten.
X2Y2, ein weiterer NFT-Marktplatz, gab im März bekannt, dass er den Betrieb einstellen und sich auf KI konzentrieren werde. Die Plattform Rarible, ebenfalls ein bedeutender Marktteilnehmer, stellte im September ein neues Modell vor, um Token an aktive NFT-Händler umzuverteilen, und erklärte, dass „frühere Designs nicht nachhaltig” gewesen seien.

