Galaxy Digital Geschäftsführer Mike Novogratz ist überzeugt, dass die Massentauglichkeit von Bitcoin (BTC) einen kritischen Punkt überwunden hat, wodurch diesem Ziel von jetzt an „mit Rückenwind statt mit Gegenwind“ entgegengesteuert wird.

Die entsprechenden Aussagen machte Novogratz am 14. August im Interview mit dem Nachrichtenportal Bloomberg, in dem er neben der marktführenden Kryptowährung auch zu den Finanzmärkten und der bevorstehenden Präsidentschaftswahl Stellung nahm.

Hinsichtlich Bitcoin schlägt Novogratz in die altbekannte Kerbe, dass die Kryptowährung als Wertaufbewahrungsmittel fungieren kann. Nachdem Bitcoin immer mehr als solches wahrgenommen wurde, habe sich der Krypto-Marktführer im Laufe des letzten Jahres fest in dieser Rolle etabliert.

Davon würde auch die Adoption profitieren, weshalb Novogratz davon überzeugt ist, dass Bitcoin auf dem Weg zur Massentauglichkeit ab sofort „Rückenwind anstatt Gegenwind“ hat. Dies ließe sich allein schon daran erkennen, dass immer mehr institutionelle Investoren in die Kryptowährung einsteigen.

Nichtsdestotrotz sieht er den großen Konkurrenten Gold noch klar im Vorsprung, worin Novogratz jedoch keinen unbedingten Nachteil für die Kryptowährung sieht:

„Ich finde Bitcoin allein schon deshalb besser als Gold, weil sie schwerer zu kaufen ist. Sie hat lediglich eine Marktkapitalisierung von 220 Mrd. US-Dollar, wohingegen Gold bei mehr als 10 Bio. US-Dollar steht. Bitcoin wird also noch lange brauchen, um Gold einzuholen.“

In der Tat interessieren sich immer mehr große Investoren für den Krypto-Marktführer, so hat sich im laufenden Jahr der selbst der prominente Investmentguru Paul Tudor Jones für Bitcoin stark gemacht.

Was bringt die Wahl?

Die potenziellen Auswirkungen der amerikanischen Präsidentschaftswahl im November auf die Finanzmärkte sieht Novogratz derweil mit gemischten Gefühlen, so befürchtet er, dass „eine Wahl von Biden und Harris zwar toll für das Land ist, aber schlecht für den Markt“.

Obwohl die für das Amt der Vize-Präsidentin kandidierende Kamala Harris zwar „fair“ zur Wall Street sein wolle, geht Novogratz davon aus, dass die Demokratische Partei im Falle eines Sieges großflächig die Steuern erhöhen wird.

Allerdings müsse dies nicht zwangsläufig negativ sein, da der Investmentexperte die Finanzmärkte aktuell in einer Spekulationsblase sieht, die ihn an den Bitcoin-Hype von 2017 erinnert. Hierfür macht er eine Reihe an Gründen verantwortlich, die einen regelrechten „Spekulationswahn“ ausgelöst hätten.

Dies resultiert wiederum in ungewöhnlich hohen Aktienkursen, die im Zweifel nur noch durch politische Maßnahmen korrigiert werden könnten:

„Spekulationsblasen führen in der Regel zu einer politischen Gegenreaktion, die üblicherweise von der Zentralbank umgesetzt wird. Aber auch Steuererhöhungen könnten diesen Wahnsinn womöglich beenden.“