Ontology und NAGA geben strategische Partnerschaft bekannt

Die Blockchain-Start-ups Naga und Ontology sind eine strategische Partnerschaft eingegangen, teilten die beiden Unternehmen am Donnerstag, den 3. Mai in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit.

Durch eine enge Zusammenarbeit in den Bereichen Anwendungsentwicklung, Outreach und Startup-Finanzierung wollen die beiden Partner sich gegenseitig mit ihrer jeweiligen Spezialexpertise ergänzen. Man wolle gemeinsam eine “neue Generation von öffentlicher Blockchain-Infrastruktur und ein auf verteiltem Vertrauen bestehendes Ökosystem schaffen”, welches existierende Geschäftsmodelle und Business-Szenarien unterstützen soll.

Die unterschiedlichen Schwerpunkte fassen die Partner in der Pressemitteilung wie folgt zusammen.

“Während NAGA auf eine weltweite finanzielle Integration und die Bereitstellung der besten branchenführenden Produkte abzielt, konzentriert sich Ontology auf Vertrauen, Identität, Datenaustausch und Autorisierung. Das breite Spektrum der Branchen, auf die sich Ontology konzentriert, wie z.B. Versicherungen, Behörden und Medizin, macht es zu einem breit angelegten Projekt, das noch mehr Effizienz und Vertrauen in das Ökosystem von NAGA bringen kann.”

Die deutsche Naga Group betreibt aktuell mehrere verschiedene Projekte: Naga Wallet, Naga Trader, Naga Card und die Naga Coin als eigenen Token. Zuletzt hatte die Naga Group mit einem Jahresverlust von sich reden gemacht,  in dessen Folge die Aktien des an der Börse notierten Unternehmens deutlich an Wert einbüßten. Der Naga-Token bewegt sich seit mehreren Monaten unter dem Ausgabekurs.

Durch die Partnerschaft mit Ontology könnten die Blockchain-Projekte von Naga wieder Aufwind bekommen. Das Unternehmen stellt ein Framework für Blockchains bereit, welches eine anwendungsspezifische Anpassung erlaubt.

In der aktuellen Konsolidierungsphase des Kryptowährungsbereichs und der weiterhin unsicheren Rechtslage suchen viele Startups nach strategischen Kooperationen untereinander, mit Finanzinstituten, Universitäten oder Behörden. Dass es dabei nicht immer reibungslos zugeht, zeigt der Fall der beendeten Zusammenarbeit zwischen dem University College London und der IOTA Foundation.

Aber es gibt auch vielversprechende Beispiele, wie etwa die erst vor wenigen Tagen bekannt gewordene Kooperation zwischen den Schweizer Crypto Valley Labs und einem Zürcher Fintech-Inkubator oder die von mehreren Versicherern gemeinsam gegründete B3i Services AG, welche die Blockchain für die Versicherungsbranche nutzbar machen soll.

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