Protokoll gegen Internet-Überwachung: Orchid Labs bringt 6,3 Mio. Euro auf

Die US-Blockchain und Software-Entwicklungsfirma Orchid Labs hat umgerechnet weitere 6,3 Mio. Euro im Rahmen ihres letzten privaten Offerings gesammelt, wie aus einem Blogbeitrag vom 7. Mai hervorgeht.

Damit hat sich Orchid nun umgerechnet insgesamt 38,4 Mio. Euro - bei einer anvisierten Finanzierung in Höhe von umgerechnet 11,7 Mio. Euro - aufgebracht. Diese Zahlen hatte das Unternehmen in einem Bericht an die US-Wertpapier- und Börsenkommission SEC im April 2018 angegeben.

In dem Bericht enthüllte Orchid, dass das Unternehmen bis zu diesem Zeitpunkt umgerechnet 32,3 Mio. Euro mittels einer einfachen Vereinbarung für zukünftige Token aufgebracht habe.

Orchid wurde im Jahr 2017 gegründet und entwickelt ein dezentralisiertes und überwachungsfreies Open-Source-Internet-Protokoll. Dieses soll der globalen Community einen anonymisierten Internetzugang bieten. Das Projekt konzentriert sich insbesondere auf Menschen, die in Ländern leben, in denen die Regierung sich übermäßig im Hinblick auf Internet-Inhalte einmischt.

In der kürzlichen Ankündigung erklärte Orchid, dass es seine Mission sei, ein Protokoll zu erstellen, das einen "dezentralen Marktplatz mit einer Warenspezifikation für die Bandbreite" regele. Das Unternehmen einige konkrete Schlüsselelemente, die in dem Markt enthalten sein sollten. Darunter etwa eine Second-Layer-Zahlungslösung namens "Probabilistic Micropayments" und ein Medallion-System für Bandbreitenanbieter, das das Ethereum (ETH)-Netzwerk mit einer Sybil-Resistenz versorgt.

Im Jahr 2017 hatte das Startup aus San Francisco zuvor 4,2 Mio. Euro in einer weiteren Seed-Finanzierungsrunde aufgebracht. Unter den Investoren in dieser Runde gehörten Andreessen Horowitz, DFJ, MetaStable, Compound, Box Group, Blockchain Capital und Sequoia Capital.

Anfang Mai hat Andreessen Horowitz selbst umgerechnet 2,46 Mrd. Euro aufgebracht, um zwei neue Krypto-Fonds aufzulegen.