Österreich investiert 1,4 Millionen Euro für “Digitale Bootcamps” zu Blockchain, Big Data und KI

Das österreichische Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) stellt 1,4 Millionen Euro für die Ausrichtung “Digitaler Bootcamps” bereit, bei denen auch Blockchain-Knowhow vermittelt werden soll, so eine Pressemitteilung des Ministeriums vom 30. Oktober.

Die Initiative “Digitale Bootcamps” soll über einen Zeitraum von vier Monaten eine berufsbegleitende Ausbildung in Schwerpunktbereichen wie Artificial Intelligence, Big Data, Data Engineering oder Blockchain vermitteln.

Mit dem Projekt will die Regierung etwas gegen den Fachkräftemangel tun. Weitere Ziele sind die Arbeitsplatzsicherung durch Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, der Aufbau von Wissen sowie die Schaffung von Netzwerken mit Unternehmen und Hochschulen, so das BMDW.

Zur Motivation für die Bootcamps sagte Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort, Margarete Schramböck:

“Bei der betrieblichen Aus- und Weiterbildung setzen wir auf Spezialisierung und aktuelle Themen der jeweiligen Branche, damit schaffen wir einen größtmöglichen Anwendungsnutzen und erweitern das Know-How in den Firmen."

“Wichtig ist, dass die Schulungen praxisnah sind, sonst bringen sie zu wenig Mehrwert. Mit den digitalen Bootcamps holen wir Innovation in die Unternehmen und spannen ein breites Wissensnetzwerk zu anderen Unternehmen und Hochschulen."

Die Ausschreibung für drei bis fünf als Pilotprojekt anlaufende Bootcamps startet mit November 2018. Nach “einer eingehenden Evaluierung” sollen die Angebote der Bootcamps dann in 2019 skaliert werden.

Die Regierung und der öffentliche Sektor Österreichs haben bereits durch eine Reihe anderer Initiativen ihre Offenheit gegenüber der Blockchain-Technologie unter Beweis gestellt. So hat die österreichische Autobahngesellschaft ASFINAG in Partnerschaft mit der Erste Group bereits einen Schuldschein über eine Blockchain herausgegeben. Österreichs Tourismusorganisation macht für die Alpenrepublik künftig über eine Blockchain-Plattform Werbung. Und sogar zur Ausgabe von Staatsanleihen greifen die Österreicher mittlerweile auf Blockchain-Technologie zurück.