Österreich: Pilotprojekt testet Blockchain-Stromhandel zwischen Selbsterzeugern

In einem in der österreichischen Steiermark im November startenden Praxistest können lokale Energiegemeinschaften den eigenen Solarstrom über ein Blockchain-System untereinander handeln, meldete Der Standard am 19. Oktober.

Lokaler Stromhandel per Blockchain

Das im kleinen südsteirischen Ort Heimschuh durch Blockchain Grid durchgeführte Projekt ist Teil der Forschungsinitiative Green Energy Lab. In dieser erforschen Partner wie der Landesenergieversorger Wien Energie, EVN, Energie Burgenland und Energie Steiermark gemeinsam Innovationen für den Energiesektor.

Zunächst zehn aus Privathaushalten und Unternehmen bestehende Kunden erhalten bei dem Testprojekt Hardware zur automatischen Messung und Abrechnung des selbst erzeugten und verbrauchten Stroms. Je nach Bedarf und Verfügbarkeit vor Ort wird dieser entweder aus dem eigenen Speicher, über lokalen Handel oder aus dem allgemeinen Netz bezogen und über die Blockchain-Plattform automatisch abgerechnet.

Vergleichbare Projekte in Österreich und Deutschland

Vergleichbare Systeme für den regionalen und lokalen Handel von selbst erzeugtem Strom gibt es bereits an zahlreichen anderen Standorten. Der Energieversorger Wien Energie testet in der österreichischen Hauptstadt bereits seit dem Sommer mit 100 Anwohnern den dezentralen Handel von selbst erzeugtem Solarstrom per Blockchain. In Deutschland führen die Stadtwerke von Tübingen und Eberbach Pilottests mit einem durch das Startup Stromdao bereitgestellten System durch.