Venture Capital-Tochter von Overstock investiert 2 Millionen US-Dollar in Blockchain-ID-Startup

Der Risikokapitalarm von Overstock, Medici Ventures, hat eine Investition von 2 Millionen US-Dollar in das in Salt Lake City ansässige Unternehmen Evernym getätigt. Das Startup entwickelt autonome Identitätsnetzwerke auf Blockchain-Basis.

Laut einer Pressemitteilung vom 26. September investierte Medici 2 Millionen US-Dollar in Evernym durch die Teilnahme an der am 4. September 2019 abgeschlossenen Simple Agreement for Future Equity (SAFE) des Unternehmens. Dies ermöglicht es Medici, später seinen SAFE-Anteil in zur Eigenkapitalfinanzierung von Evernym herausgegebene Vorzugsaktien umzuwandeln.

Entwicklung digitaler Identitäten

Evernym plant, das Geld für die Weiterentwicklung seiner Produkte bereitzustellen, wie z.B. die Schaffung eines dezentralen Ökosystems aus digitalen Zugangsdaten und Blockchain-basierten selbstsouveränen Identitätsnetzen. Jonathan Johnson, Präsident von Medici Ventures und kürzlich zum CEO von Overstock.com ernannt, sagte dazu:

"Evernyms Plattform ermöglicht es jeder Person, Organisation und jedem vernetzten Objekt, eine unabhängige Identität zu haben. Evernym erweitert den Identitäts-Bereich von Medici Ventures innerhalb unserer wirtschaftlichen Verbundgruppenund und wird dazu beitragen, unseren Technologie-Stack für "Government as a Service" als Dienstleistung voranzubringen."

Branchenakteure und ID-Systeme

Auch andere wichtige Interessengruppen der Branche untersuchen bereits Blockchain-basierte Identitätssysteme. Vor kurzem ist das von ConsenSys unterstützte Identitätsmanagementprotokoll uPort eine Partnerschaft mit Onfido und PwC eingegangen, um Blockchain-basiertes Identitätsmanagement im Finanzsektor Großbritanniens zu ermöglichen.

Die katalanische Regierung hat mit IdentiCAT ein dezentrales Identitätssystem vorgestellt. Bürger  die IdentiCAT verwenden, können künftig  auswählen, welche Daten sie bereit sind, an die Regierung weiterzugeben und wahlweise einen Teil davon speichern und an Dritte weitergeben.

In einem Interview mit Cointelegraph sagte der CEO von E-Commerce und ID-Plattform Nuggets, Alastair Johnson, dass Blockchain-ID-Systeme durch die Vorreiterrolle der Benutzer sowohl Einzelpersonen befähigen als auch die Kosten für Regierungsbehörden senken können:

"Ein Blockchain-ID-System verfolgt wiederum einen benutzerzentrierten Ansatz und beseitigt zentrale Fehlerquellen, indem es Einzelpersonen zu Besitzern ihrer eigenen Daten macht. Ein Blockchain-ID-System setzt keine Speicherung oder Weitergabe personenbezogener Daten durch staatliche Stellen voraus, damit Einzelpersonen auf Dienste zugreifen können."