Pax Crypto: Russland berät über erste internationale Kryptowährung, Experten Blog

Experten Blog ist die neueste Reihe von Artikeln, geschrieben von Kryptoindustrieführern. Es behandelt alles von Blockchain-Technologie und Kryptowährungen bis hin zu ICO Regulation und Investmentanalysen. Falls Sie als Gastautor auf Cointelegraph erscheinen wollen, senden Sie uns bitte eine Email an mike@cointelegraph.com.

Am Ende des 12. Jahrhunderts hat Genghis Khan unerwartet das größte Heer erschaffen, dass die Welt je gesehen hat. Er übernahm die Kontrolle über die "Seidenstraße", welche sich von China bis Osteuropa erstreckt. Unter mongolischer Herrschaft während der Pax Mongolica war die Seidenstraße sicher von Überfällen und Gebühren, was den freien Handel zwischen China und den Staaten des Mittelmeers ermöglichte. Infolgedessen stabilisierte sich die politische und ökologische Lage.

Pax Crypto

Vor Kurzem schlug der russische Präsident Vladimir Putin Cyberinitiative vor, die größer als die Pax Mongolica sei. Dazu lies er sich über Kryptowährungsinitiativen beraten unter anderem von dem Ethereum Mitbegründer und Blockchain Experten Vitalik Buterin und weiteren Experten aus 15 anderen Ländern, darunter der USA, Indien, Israel, Armenien und der Türkei. Putins beispiellose Cyber-Initiative will den Zusammenschluss von vielversprechenden Märkten von Asien, Osteuropa, Afrika bis hin zu Südamerika via Blockchain und Smart-Contract ermöglichen. Dazu wird eine internationale einheitliche Kryptowährung in den BRICS und der Eurasian Economic Union (EEU) eingeführt.

Die für ihre immenses Wachstumspotenzial bekannten Mitgliedsstaaten könnten diese Initiative begrüßen. Da sie immer noch unter der globalen Bankenkrise von 2007/2008 taumeln, die ihre Wirtschaft lahmlegte. Der Leitzins erhöhte ihre Schuldenberge und fallende globale Handelspreise verminderten ihren Export. Die Cyber-Initiative könnte die Wirtschaftslage der Mitgliedsstaaten verändern, indem der Grundstein zu neuen Innovationen gelegt wird und dadurch das Einkommen steigt und die Wirtschaft aufblüht.

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Russlands Vorschlag- Erste internationale Kryptowährungen für BRICS und EEU

Wie durch die russische Medienquelle RT Ende 2017 berichtet wurde, hat die russische Zentralbank die Idee unterbreitet die erste gemeinsame, internationale Kryptowährung für BRICS und EEU Länder zu erschaffen. Durch das Einführen einer neuen Kryptowährung erweitern die Mitgliedsstaaten ihre Investments in Blockchain und Smart Contract Technologien und gehen einen großen Schritt in Richtung einer bargeldlosen Gesellschaft. Außerdem wird durch die New Development Bank die Liquidität gewährleistet.

Viele Wirtschaftsfunktionäre, erfahrene Bänker und traditionelle Finanzinstitute versuchten den Einfluss von Kryptowährungen in der Weltwirtschaft herunterzuspielen. Chef Wirtschaftsberater der Allianzgruppe Mohamed El-Erian sagte: "Der Bitcoinpreis wird in die Höhe schießen, aber eine flächendeckende Einführung wird nicht stattfinden."

Aber erst einmal eingeführt und implementiert, kann die erste internationale Kryptowährung von mehr als 41 Prozent der Weltpopulation benutzt werden. Es besteht die Möglichkeit die Handelseffizienz zwischen den Mitgliedsstaaten zu verbessern, indem andere Währungen durch Kyrptowährungen ausgetauscht werden. Außerdem ermöglicht es einen profunden Handelsblock, welchen den globalen Handel via Blockchain und Smart-Contract Technologie neu formen könnte.

Damit diese Initiative erfolgreich sein kann, müssen die Mitgliedsstaaten unter anderem die länderübergreifende Gesetzgebung hinsichtlich Kryptowährungen erneuern und angleichen. In der Tabelle können sie sehen, dass es immense Unterschiede in der Handhabung innerhalb der einzelnen Staaten gibt.

Russlands neues Kryptowährungsgesetz.

Auf Anweisung Vladimir Putins, hat die russische Zentralbank in Zusammenarbeit mit dem Finanzminister am 28 Dezember 2017 der Duma einen Gesetzentwurf zur Regulation von Kryptowährungen und ICOs vorgelegt. Über das Gesetz wird voraussichtlich im März abgestimmt und am 1 Juli 2018 beschlossen.

Einstufung von Kryptowährungen

Das Gesetz sieht vor Kryptowährungen, einschließlich ICO-Tokens, nicht als gesetzliches Zahlungsmittel vor, sondern als "anderes Eigentum."

ICO Regulation

Das Gesetz erlaub ICOs, erlegt diesen aber Beschränkungen auf. Personen, die nicht als qualifizierte Investoren gelten, ist es gestattet Token eines bestimmten Typs zu kaufen, wenn der Wert 50.000 Rubel (722€) nicht übersteigt. Das Ministerium schlägt außerdem vor, das Maximum der Geldanlagen eines ICO auf 1 Milliarden Rubel (14.453 Millionen €) zu limitieren. Jedoch argumentierte der Präsident des russischen Vereins für Kryptowährungen und Blockchain (RABIC) Yuri Pripachkin wie folgt: "ICO Geldbeschaffung sollte nicht limitiert werden, da es eine unendliche Menge an ausländischen Investoren für russische Projekte gewinnen kann."

Besteuerung von Mining und Handel mit Kryptowährungen

Gegenwärtig ist das Mining und der Handeln mit Kryptowährungen im russischen Gesetz nicht geregelt. Das Gesetz legt das Minen und Handeln von Kryptowährungen als besteuerbar fest. Einzelne Unternehmen können also Mining und Handel damit betreiben und werden dadurch, ähnlich wie bei Geschäftsaktivitäten, steuerpflichtig.

Kryptowährungshandel würde nicht unter Mehrwertsteuer zählen.

Grenzübergreifende Steuerpolitik der Mitgliedsstaaten hinsichtlich der internationalen Kryptowährung

Das Gesetz befasst sich nicht mit der Grenzübergreifenden Steuerpolitik der einzelnen Mitgliedstaaten, falls es zu einer Übernahme der internationalen Kryptowährungen kommt.

Die Mitgliedstaaten, außer Armenien, Weißrussland, Iran und Kirgistan halten an dem Plan der OECD BEPS fest. Es steht noch nicht fest, ob die Mitgliedstaaten einen ähnlichen Versuch einer internationalen Steuerpolitik wie die EU versuchen.

Disclaimer. Die Ansichten und Interpretationen dieses Artikels sind die des Autors und spiegeln nicht zwangsläufig die Ansichten von Cointelegraph wider.

Selva Ozelli, Esq., CPA ist eine internationale Anwaltin, mit Schwerpunkt Steuern und CPA, die häufig über Steuern und Buchhaltungsangelegenheiten für TaxNotes, Bloomberg BNA, andere Herausgeber und für die OECD schreibt.
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