PayPal-Finanzchef: Derzeit kein Interesse an Krypto

Der Finanzchef des großen Zahlungsanbieters PayPal sagte am 7. Mai in einem Interview mit Yahoo Finance, dass das Unternehmen noch zögere, in die Kryptowährungsbranche einzusteigen.

John Rainey, der Finanzchef von PayPal, sprach über die Zukunft des Unternehmens und erklärte, dass das Unternehmen seinen Händlern zuvor erlaubt hätte, Bitcoin (BTC) als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Später aber habe es die Instabilität und Volatilität der Währung gesehen. "Wenn ein Händler diesen akzeptierte, hat er ihn schnell in eine stabilere Währung, wie den Euro oder Dollar, umgetauscht", so Rainey. Er fügte hinzu:

"Wir haben Teams, die sich mit Blockchain und Kryptowährung auseinandersetzen, und wir wollen daran in jeder Form teilnehmen. Wie auch immer sich dieser Bereich in Zukunft entwickeln wird. Ich denke nur, dass es im Moment noch ein bisschen früh ist."

Rainey gab auch bekannt, dass PayPal eine Investition in Höhe von umgerechnet rund 446 Mio. Euro in das Personentransportunternehmen Uber getätigt habe, weil die beiden Unternehmen gemeinsam eine Zahlungsplattform entwickeln wollen.

Mitte April sicherte sich PayPal im Zusammenhang mit Cybersicherheit ein Patent für ein System mit dem Titel "Techniken zur Erkennung und Entschärfung von Kryptowährungs-Erpressersoftware". Mit diesem soll die Erkennung von Ransomware verbessert werden und es soll verhindern, dass den Benutzern der Zugriff auf ihre Dateien verwehrt wird.

Im vergangenen Jahr hat PayPal ein weiteres Patent eingereicht, um die Geschwindigkeit von Kryptowährungszahlungen zu erhöhen, indem es sekundäre private Schlüssel verwendete, um die Wartezeiten für Transaktionen zwischen Händlern und Verbrauchern zu reduzieren. Im Patent heißt es, dass die Erstellung von Sekundär-Wallets mit eigenen privaten Schlüsseln die Transaktionszeiten deutlich verkürze. Damit falle "die Wartezeit für den Zahlungsempfänger, um sicher zu sein, dass er eine Zahlung in einer virtuellen Währung in einer virtuellen Währungstransaktion erhält, praktisch vollständig weg".