Peruanische Zentralbank warnt: Kryptowährungen wegen hoher Volatilität riskant

Die Zentralbank von Peru hat auf den jüngsten Einbruch der Kryptomärkte reagiert und am Freitag, 16. November, über Twitter vor der hohen Volatilität bei digitalen Währungen gewarnt.

In ihrem jüngsten Post hat die peruanische Zentralbank Grafiken von Bloomberg zum Bitcoin-Kurs (BTC) von Dezember 2017 bis Mitte November 2018 mit eingefügt. Zu diesem Bild gab wurde kommentiert:

"Kryptowährungen werden nicht von Zentralbanken unterstützt und stellen aufgrund der hohen Kursvolatilität, Betrugsfällen und der möglichen Verwendung für illegale Aktivitäten Risiken dar. Der Bitcoin-Kurs fiel bis Oktober 2018 um 56% und hat im November weitere 13% verloren."

Laut der spanischsprachigen Krypto-Nachrichtenplattform Criptonoticias arbeitet Peru derzeit an keinerlei Krypto-Regulierung. Im September 2017 schloss sich jedoch die Aufsichtsbehörde des Landes für Banken und Versicherungen SBS dem Blockchain-Konsortium R3 an, um die Technologie zu erforschen und eine mögliche Umsetzung in Peru zu untersuchen.

Außerdem ist die Zahl der Krypto-Händler in Peru im Laufe des Jahres 2018 stetig gestiegen. Laut Daten der Kryptostatistik-Webseite Coin Dance von LocalBitcoins, wurden in diesem Jahr zunächst etwa nur 17 BTC pro Woche in Peru gehandelt. Doch Ende September waren es bereits fast 150 BTC pro Woche.

BTC-Anzahl, die pro Woche im Austausch gegen den nationalen Fiat, dem peruanischen Sol gehandelt wird. Quelle: Coin Dance

Die Kryptomärkte verzeichneten seit Mittwoch, 14. November, einen drastischen Rückgang. BTC ist im Jahr 2018 dabei zum ersten Mal unter 5.000 US-Dollar (4.382 Euro) gefallen und andere wichtige Kryptowährungen wie etwa Bitcoin Cash (BCH) haben bis zu 50 Prozent an Wert verloren. Am 20. November hat BTC seinen bisher niedrigsten Kurs seit Oktober 2017 erreicht und auf 4.237 US-Dollar (3.713 Euro) gesunken.