Polens Finanzministerium sucht schlauere Steuergesetzgebungen für Krypto-Geschäfte

Polens Ministerium für Finanzen will die aktuelle Steuererhebungsgesetze auf Kryptowährungen kurzfristig außer Kraft setzen, wie die polnische Presseagentur (PAP) am 18. Mai berichtete. Das Ministerium will angeblich eine "Tiefenanalyse" der Krypto-Sphäre durchführen, um bessere Regulierungen und Steuerpolitiken zu entwickeln und zu verabschieden.

Anfang April - Einkommensteuererklärungen in Polen sind am 30. April fällig - hatte das Finanzministerium ein Statement veröffentlicht, wonach die Besteuerung von Kryptowährung-Transaktionen in zwei Einkommensteuerklassen von 18 und 32 Prozent fällt. Eine zusätzliche einprozentige Abgabensteuer aufgrund zivilrechtlicher Vereinbarungen kommt ebenfalls zur Anwendung, da das Finanzministerium Kryptogeschäfte als eine Übertragung von Eigentumsrechten ansieht.

Als Reaktion auf die Bekanntgabe dieser Krypto-Steuerrichtlinien wurde eine Change.org-Petition erstellt, die nun mit über 5.000 Unterschriften die "Freigabe des Kryptomarktes und die Abschaffung aller mit der Technologie verbundenen Steuern" fordert.

Das neuste Statement des Finanzministerium erkennt an, dass die aktuelle Krypto-Besteuerungspolitik oft dazu führt, dass "sich die Verpflichtung ergeben kann, Steuerbeträge zahlen zu müssen, die oft die investierten Geldmittel übersteigen" und führt weiter aus:

"Die vorübergehende Aufhebung der Steuererhebung erlaubt die gründliche Analyse und Vorbereitung einer Systemlösungen für diesen Wirtschaftsraum, auch im Steuerbereich."

PAP merkt an, dass der Gesetzesentwurf am 15. Juni in Kraft treten soll.

Letzte Woche hatte Polens Finanzaufsichtsbehörde (KNF) eine Ausschreibung über rund 147.000 Euro an ein Unternehmen aufgegeben, um eine Social-Media-Kampagne über die Gefahren von Kryptowährung, Schneeballsystemen und Devisenhandel durchzuführen. Der öffentlich dargestellten Anti-Krypto-Haltung der polnischen Regierung ging eine heimlich gegründete Anti-Krypto-Kampagne voraus, die vornehmlich aus einen YouTube-Video besteht, indem ein Mann berichtet, wie er all sein Geld im Krypto-Handel verlor.

Die Zentralbank Polens und die KNF arbeiten gemeinsam an der Kreation einer edukativen Webseite über die Risiken von Kryptowährungen.

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