Möglicher Betrug in Südafrika führt zu 40 Million Euro Verlusten

Laut Berichten der südafrikanischen Sunday Times soll Krypto-Vermögen im Wert von 40 Millionen Euro gestohlen worden sein. Betroffen sind Investoren, die ihr Geld bei der Bitcoin Investment-Gruppe BTC Global angelegt haben.

Der einzige Investmentmanager des Unternehmens war der Forex- und Rohstoffhändler Steve Twain, von dem Investoren irreguläre Auszahlungen erhielten, bis Twain im Februar 2018 plötzlich verschwand. Die Sunday Times hat berichtet, dass das Verwaltungsteam von BTC Global vor zwei Wochen einen Beitrag auf Facebook veröffentlicht hat, in dem sie sagten, dass sie ihn nicht auffinden können.

Mehr als 27.500 Menschen aus Südafrika, Australien und den Vereinigten Staaten wurden Berichten zufolge Opfer von einem der "größten Bitcoin-Betrügereien, die Südafrika jemals gesehen hat". Kapitän Lloyd Ramovha der South African Directorate for Priority Crime Investigation, im Volksmund Hawks genannt, hat bestätigt, dass die Serious Commercial Crimes Unit Ermittlungen gegen BTC Global durchführt.

"Die Untersuchung steckt noch in den Kinderschuhen. Ich kann auch nicht sagen, ob es sich um ein Schneeballsystem handelt. Gegen BTC Global wird wegen des Verstoßes gegen das Gesetz zur Finanzberatung und Vermittlerdienste ermittelt."

Die Anleger haben ihre Gelder in einer einzigen Wallet-Adresse hinterlegt. Ramowa fügte hinzu, dass die Summe steigen könnte, wenn mehr Betroffene ans Licht kommen. Einige Investoren haben Beträge von über 91.000 Euro als gestohlen gemeldet.

Im Gespräch mit der Sunday Times hat Antoon Botha von BMV Attorneys in Bedfordview bestätigt, dass er Kunden übernommen hat, die an BTC Global beteiligt waren. Nach der Sammlung von Argumenten und Mandanten planen sie, rechtliche Schritte gegen das Unternehmen und seine Vertreter einzuleiten.

Botha fügte hinzu, dass es Anscheinbeweise für Diebstahl, Rechtsbruch und verschiedene Verstöße gegen Bankengesetze gäbe.

Cheri Ward, Administratorin bei BTC Global, ist der Ansicht, dass kein Betrug vorliegt und Anleger Renditen erhalten haben und die mit der Anlage in den Fonds verbundenen Risiken hätte kennen müssen.

"Jede einzelne Person, die in BTC Global investiert hat, tat dies aus eigenen Stücken und nach eigener Recherche. Wie bei jedem Fonds, in den Geld investiert wird, gibt es keine Garantie, dass ein Anleger eine Rendite erhält."

Cheri behauptet, dass Twain allein Kontrolle und Zugang zu den Geldern hatte und dass die Polizei sie persönlich nicht wegen des Vorfalls untersucht.

Laut der australischen Verbrauchzentrale Australian Competition & Consumer Commission (ACCC) haben 2017 etwa 1.200 Personen Beschwerden über Krypto-Betrug eingereicht. Cointelegraph hat zuvor über Betrügereien und wie man sie erkennen kann berichtet.

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