Datenschutz-Dienstleister für XMR-fähige Bitcoin-Überweisungen bedient vorerst keine US-Kunden

XMR.to hat angekündigt, dass vorerst keine Kunden aus den USA bedient werden. XMR.to ist  ein Dienst über den Benutzer die Privatsphäre ihrer Bitcoin (BTC)-Transaktionen verbessern können. Das funktioniert, indem Monero (XMR) als Zwischenwährung verwendet wird.

Das wurde am 30. März in einem Beitrag von einem Mitglied des Kernteams der Webseite in einen Reddit-Thread bekanntgegeben. Die kurze Erklärung enthält nur wenige Informationen und erklärte lediglich:

"XMR.to wird vorerst keine Kunden in den USA bedienen. Wir arbeiten mit unserem Rechtsteam an weiteren Schritten. Diese Regel tritt ab morgen [31. März 2019] in Kraft. Vielen Dank für Ihr Verständnis."

Mit XMR.to können Benutzer eine Bitcoin-Zahlung an eine bestimmte Adresse leisten. Um aber die Anonymität zu maximieren, wird zunächst ein entsprechender Wert in Monero, einem Datenschutz-Coin, an XMR.to übertragen. Nach Erhalt der Summe in Monero wird die Bitcoin-Zahlung im Namen des Benutzers durchgeführt.

Die Durchsetzung der neu eingeführten regionalen Beschränkung könnte für XMR.to eine große Herausforderung werden, da die Unternehmenspolitik derzeit darauf ausgerichtet ist, die Nutzer zu schützen. Und das gilt nicht nur gegenüber der Öffentlichkeit, sondern auch gegenüber dem Dienst selbst. Die XMR.to Webseite erklärte dazu:

"Niemand (einschließlich uns) kann Sie mit der [XMR-]Zahlung, die Sie uns schicken, in Verbindung bringen. Die einzige andere Verbindung zu uns ist Ihre IP-Adresse (von der aus Sie diese Webseite gerade besuchen). Diese sollten Sie verbergen, wenn Sie Ihre Privatsphäre in vollem Umfang schützen möchten (siehe Best Practices)".

Das Unternehmen protokolliert IP-Adressen und bietet daher eine .onion-Adresse an. Es hieß außerdem, dass Benutzer ihre Anonymität maximal schützen können, indem sie TOR (Dark Web) verwenden, um ihre IP-Adresse, ihren Standort und ihre Identität vollständig zu verbergen.

Wie in einem Analyse-Artikel von Cointelegraph erklärt wurde, haben die Datenschutzfunktionen von Monero zu Kontroversen unter Regulierungsbehörden geführt. Grund dafür waren Bedenken bezüglich der Einhaltung der Vorschriften zur Bekämpfung von Terrorismusfinanzierung und Geldwäsche.

Folglich haben sich Akteure der Kryptobranche aus dem Mainstream und auch aus dem Compliance-Bereich, wie etwa die japanische Kryptobörse Coincheck, dazu entschieden, XMR und andere auf Anonymität fokussierte Altcoins aus dem Handel zu nehmen. Vor kurzem hat der Finanzausschuss der französischen Nationalversammlung ein Verbot von anonymen Kryptowährungen, darunter auch Monero, vorgeschlagen.

Insbesondere hat das US-Drogendezernat DEA behauptet, dass die Behörde trotz einiger Schwierigkeiten immer noch Möglichkeiten habe, Altcoins, wie etwa Monero, verfolgen zu können.