PwC Schweiz geht Partnerschaft mit ChainSecurity ein

Das Prüfungsteam für Smart Contracts von ChainSecurity hat sich mit der Schweizer Niederlassung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC zusammengetan, um die Dienstleistungen des globalen Wirtschaftsprüfers zu verbessern.

In einer E-Mail an Cointelegraph erklärte ein PwC-Sprecher, dass keine Akquisition stattgefunden habe und mehrere ChainSecurity-Teams der Firma beigetreten seien 

Hand in Hand

Laut einer Pressemitteilung des Unternehmens vom 5. Januar hofft PwC, dass das Unternehmen zusammen mit dem ChainSecurity-Team "der weltweit führende Anbieter von Prüfungen von Smart Contracts" wird. Andreas Eschbach, Leiter und Partner der Risikoprüfung von PwC Schweiz und Europa, sagte in eine E-Mail an Cointelegraph:

"Als integraler Bestandteil von PwC Schweiz wird sich das ChainSecurity-Team auf die Beschleunigung der Blockchain-Audits von PwC Schweiz konzentrieren, einschließlich technischer Audits von intelligenten Verträgen und Blockchain-Plattformen, die die Absicherung von Kunden mit Krypto-Assets gewährleisten."

PwCs Manager und Leiter des externen Kommunikationsteams Konradin Krieger erklärte Cointelegraph weiter, dass keine tatsächliche Akquisition stattgefunden habe. Er erklärte, dass "die Kernteams für Lieferung und Entwicklung von ChainSecurity zu PwC Schweiz gestoßen sind."

Krieger wies darauf hin, dass Matthias Egli, COO von Chainsecurity, und Hubert Ritzdorf, CTO, das Assurance-Team des Unternehmens gemeinsam leiten werden. Er sagte weiter:

„Wir gehen davon aus, dass die Anforderungen des Marktes schnell steigen werden, da die Blockchain immer mehr zum Mainstream wird. Wie die Einbeziehung des ChainSecurity-Teams zeigt, sind wir sehr daran interessiert, unsere Fähigkeiten rund um die Blockchain so weiter auszubauen, dass wir dem Markt voraus sind. Wir werden das Team weiter vergrößern, um diese Anforderungen zu antizipieren, je nachdem, wie sich der Markt entwickelt. “

Auf die Frage, wie die Fähigkeiten des ChainSecurity-Teams von PwC genutzt werden sollen, erklärte Krieger, dass die Kunden des Unternehmens eine Kombination aus technischen und juristischen Fähigkeiten benötigen, die durch den Zusammenschluss der beiden Unternehmen bereitgestellt werden können. Er erklärte:

„Während ChainSecurity zuvor nur ihre technische Expertise anbieten konnte, können sie ihren Kunden in Verbindung mit PwC Schweiz einen nützlicheren und kohärenteren Service anbieten. [...] Die umfassenden Kompetenzen von PwC in Bezug auf regulatorische Belange, die von Datenschutz über Compliance bis hin zu KYC/AML reichen, ermöglichen es dem neuen gemeinsamen Team, umfassendere Dienstleistungen anzubieten.“

Das Team

Laut seiner offiziellen Website ist ChainSecurity aus dem ICE Center Blockchain Security Labor der ETH Zürich ausgegliedert. Jedoch hat sie sich bisher über 1 Milliarde US-Dollar an Geldern aus großen Blockchain-Projekten gesichert. Das Team besteht aus Doktoranden und Absolventen der ETH Zürich mit Erfahrung in den Bereichen Cybersicherheit, Programmanalyse und maschinelles Lernen.

Laut Pressemitteilung hat ChainSecurity mit mehr als 75 Blockchain-Unternehmen zusammengearbeitet. Wie Cointelegraph im Januar berichtete, entdeckte das Team auch eine Sicherheitslücke in einem Ethereum-Update. Die Entdeckung führte dazu, dass die Entwickler die Hard Fork verschoben haben, um keine Sicherheitslücke in der Blockchain entstehen zu lassen.

Das Versprechen intelligenter Verträge

Intelligente Verträge finden eine breitere Akzeptanz und werden hinsichtlich ihres Potenzials immer beliebter. Im vergangenen Monat sprach der Vize-Präsident für Blockchain-Produkte beim Event-Ticketvertriebsgiganten Ticketmaster über den Wert, den intelligente Verträge für die Ticketing-Branche bringen können. Zu dieser Zeit stellte er fest, dass das Unternehmen 400 bis 500 Millionen Smart Contract-fähige Tickets unterstützen möchte.

Dennoch wird der Sicherheit solcher Verträge große Aufmerksamkeit gewidmet, da die Ausbeutung eines fehlerhaften intelligenten Vertrags katastrophal sein kann. Ein bekanntes Beispiel ist "der DAO-Diebstahl" im Juni 2016, bei dem Krypto-Assets im Wert von etwa 60 Millionen US-Dollar aufgrund einer Sicherheitsanfälligkeit bei intelligenten Verträgen gestohlen wurden.