Bericht: Fast 1 Mrd. Euro in Krypto wurden dieses Jahr gestohlen

Das Cybersecurity-Unternehmen Carbon Black gab bekannt, dass in der ersten Hälfte des Jahres 2018 digitaler Währungen im Wert vonfast 1 Mrd. Euro  gestohlen wurden, berichtete CNBC am 7. Juni.

Die Sicherheitsfirma sagte, dass Kriminelle das Dark Web ausnutzen, um großen Diebstahl von Kryptowährung zu ermöglichen. Schätzungen zufolge gibt es 12.000 Marktplätze und 34.000 Angebote, die mit Crypt-Hackern verbunden sind. Das Dark Web kann nur mit der Anwendung spezieller Software aufgerufen werden und ermöglicht es Benutzern, anonym und größtenteils unauffindbar zu bleiben.

Carbon Black Sicherheitsstratege Rick McElroy, der von CNBC interviewt wurde, sagte, dass grundlegende Malware im Durchschnitt 190 Euro kostet. Der Preis kann aber auch auf bis zu 0,88 Euro runtergehen. McElroy fügte hinzu, dass es sogar manchmal eine Form der Kundenbetreuung gibt. em Bericht zufolge ist der Markt für Malware 5,67 Mio. Euro wert.

Der Bericht stellt fest, dass Diebstähle von organisierten kriminellen Kartellen oder kriminellen Banden durchgeführt werden können, aber oft ist es ein hoch ausgebildeter Ingenieur, der alleine arbeitet und nach einem Mittel für zusätzliches Einkommen sucht. Wie von McElroy erklärt, ist Cyber-Diebstahl "ziemlich einfach" und jeder könnte in der Lage sein, nicht nur berüchtigte Hacker-Gruppen. Er fügte hinzu:

"Sie haben Nationen, die Codierung programmieren, aber es gibt keine Jobs. Es könnten nur zwei Leute in Rumänien sein, die Miete zahlen müssen."

Im Gegensatz zu Bank- und konventionellen Finanzgeschäften haben Kryptowährungsinhaber keine institutionelle Unterstützung, um ihre Ersparnisse zu schützen oder ihre Verluste im Falle von Betrug oder Hackerangriffen abzudecken. McElroy sagte:

"Normalerweise sind wir auf Banken angewiesen, die Tools sind da draußen, aber Investoren müssen wissen, wie das geht. Viele Leute sind sich in diesem neuen Goldrausch nicht bewusst, die Leute benutzen Cloud-Wallets und sichern sich ihr Geld nicht."

Laut der Studie waren Börsen das beliebteste Ziel für Cyberkriminelle in diesem Jahr und machten 27 Prozent der Angriffe aus.

Zuletzt berichtete Cointelegraph, dass das Sicherheitsteam von GuardiCore eine böswillige Kampagne zur Manipulation von Verkehr und zur Kryptowährung entdeckt habe. Die Kampagne namens Operation Prowli infiziert über 40.000 Maschinen in verschiedenen Branchen, darunter Finanzen, Bildung und Regierung.