Südkoreanische Kryptobörse Bithumb will die Hälfte aller Mitarbeiter entlassen

Die große südkoreanische Kryptowährungsbörse Bithumb reduziert Berichten zufolge bis zu 50 Prozent ihrer Belegschaft, so ein Bericht von CoinDesk Korea vom 18. März.

Dem Bericht zufolge habe ein ungenannter Mitarbeiter bestätigt, dass die Börse ihr Personal von 310 Leuten (Stand: Anfang März) auf rund 150 reduzieren wolle. Den Mitarbeitern werde auch ein freiwilliger Sozialplan und Ausbildungsunterstützung angeboten:

"Der freiwillige Sozialplan ist Teil unseres Förderprogramms für ehemalige Mitarbeiter und dient der Unterstützung und Ausbildung bei der Vermittlung von Arbeitsplätzen. Außerdem ist das Handelsvolumen von Bithumb im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen, so dass wir versuchen, interne Maßnahmen zu ergreifen. Wir werden weiterhin Personal für verschiedene neue Geschäfte nach Bedarf aufstocken."

Bis Redaktionsschluss hat Bithumb nicht auf die Anfrage von Cointelegraph nach einem Kommentar reagiert.

Angesichts des Krypto-Winters haben neben Bithumb viele andere Unternehmen aus der Branche ihre Mitarbeiterzahl reduziert. Der Mining-Riese Bitmain, die Blockchain-Softwarefirma ConsenSys, das dezentrale soziale Netzwerk Steemit und die Kryptobörsen Coinsquare und Huobi haben in den letzten Monaten ebenfalls bedeutende Einschnitte gemacht.

Laut CoinMarketCap (CMC) hat Bithumb in den letzten 24 Stunden vor Redaktionsschluss umgerechnet rund 1,1 Mrd. Euro an Trades verzeichnet. Die Börse wurde im Januar 2018 aus den globalen Börsenrankings von CMC entfernt. Grund dafür war, dass die Webseite Bedenken hatte, weil es Berichten zufolge "extreme Kursabweichungen vom Rest der Welt" auf der Plattform und auf anderen südkoreanischen Börsen gegeben habe.