Kryptobörse Kraken plant Privatplatzierung nach Milliardenbewertung

Die amerikanische Kryptowährungsbörse Kraken erwägt eine Privatplatzierung für vermögende Investoren, wie Finance Magnates am 12. Dezember berichtete. Dabei wurden E-Mails, die von dem Unternehmen kamen als Quelle angegeben.

Die Börse Kraken, die derzeit im Mittelpunkt einer Klage wegen ihrer Unterstützung der konkurrierenden Forks des Altcoin Bitcoin Cash (BCH) steht, soll umgerechnet rund 3,5 Mrd. Euro wert sein.

Laut Finance Magnates würden Führungskräfte nun ausgewählten Großkunden, denen die E-Mail zugesandt wurde, die Möglichkeit anbieten, weiteres Kapital zu erwerben. Eine Bedingung dafür sei eine Mindestinvestition in Höhe von umgerechnet rund 88.000 Euro.

"Der Transaktionsprozess wird von einem Drittanbieter abgewickelt, der akkreditierte Investorenprüfungen durchführt, die Ausführung von Transaktionsdokumenten und die Finanzierung Ihrer Investition erleichtert", heißt es Berichten zufolge in der E-Mail.

Die Beteiligten hätten bis zum 16. Dezember Zeit, ihr Interesse zu bekunden. Vor der Teilnahme werde die Erfüllung der Anforderungen geprüft, so Finance Magnates weiter.

Kraken hatte auf eine Anfrage von Cointelegraph zur Stellungnahme bis Redaktionsschluss nicht reagiert.

Letzten Monat schloss die Kryptobörse Coinbase inoffiziell einen Börsengang (IPO) aus, nachdem sie auf umgerechnet rund 7 Mrd. Euro geschätzt worden war.

Kraken hat versucht, die laufenden regulatorischen Anforderungen in den USA in den letzten Monaten umzustoßen. Sie ist eine von nur vier Börsen, die eine Informationsanfrage der New Yorker Behörden im September im Rahmen ihrer Kryptobörsenuntersuchung ablehnte.

Bei der aktuellen Bitcoin Cash-Klage geht es hauptsächlich um mutmaßliche Absprachen zur Manipulation der Kontrolle über den Altcoin und zur "Zentralisierung ihres Netzwerks" nach dem umstrittenen Hard-Fork am 15. November.

Dieses Ereignis wirkt sich weiterhin aus. Rivalisierende Fraktionen machen sich dabei gegenseitig für verschiedene Probleme verantwortlich. Der CEO von Bitcoin.com Roger Ver und der Bitmain-Mitbegründer Jihan Wu werden ebenfalls in der Klage genannt.