Ripple-Lobbyist: „Blockchain und Krypto sollten oberste Priorität in der US-Politik genießen“

Technologie sollte oberste Priorität in der amerikanischen Bundespolitik genießen, wobei Blockchain und digitale Währungen feste Bestandteile dieser Zielsetzung sein müssten, wie ein leitender Lobbyist von Ripple am 14. Mai auf der Consensus Konferenz 2019 geäußert hat.

Ryan Zagone, der bei Ripple in leitender Funktion für die Zusammenarbeit mit den politischen Gesetzgebern verantwortlich ist, sieht es als zwingend notwendigen Grundpfeiler für die nationale Sicherheit der USA an, dass das Land im technologischen Bereich ein Vorreiter bleibt, um nicht auf ausländische Innovationen angewiesen zu sein. Dahingehend führt er aus:

„In Washington gibt es derzeit eine große Diskussion darüber, dass der Mobilfunkstandard 5G von ausländischen Firmen dominiert wird, wodurch die USA in eine Abhängigkeit geraten. […] Es scheint so, als ob man sich bei Blockchain und Krypto langsam darauf einigt, dass diese Technologien zu unserer zukünftigen Infrastruktur gehören werden, weshalb es aus wirtschaftlicher und sicherheitstechnischer Sicht wichtig ist, dass die USA hier eine Vorherrschaft aufbauen.“  

Unterdessen wurde der sogenannte „Token Taxonomy Act“ erneut als Gesetzentwurf ins amerikanische Bundesparlament eingebracht. Der Entwurf sieht vor, dass Kryptowährungen nicht als Wertpapiere eingestuft werden, außerdem soll er gesetzliche Klarheit für die Blockchain-Branche schaffen und die teils widersprüchlichen Regulierungsvorschriften der einzelnen US-Bundesländer aufheben.

Der Gesetzentwurf weist darauf hin, dass der Markt für digitale Vermögenswerte und Blockchain in Europa und China an Fahrt aufnimmt, weshalb es wichtig sei, entsprechende gesetzliche Regelungen zu treffen, um die Wettbewerbsfähigkeit der USA zu wahren.

Wie im März berichtet, hat sich die Stärke des in Washington operierenden Blockchain-Lobbyismus im Jahr 2018 nahezu verdreifacht. Während es 2017 noch 12 Lobbyorganisationen aus dem Bereich waren, ist die Anzahl der fürsprechenden Organisationen bis Ende 2018 auf 33 gestiegen. Jerry Brito von der Non-Profit-Organisation Coin Center vermutet, dass dieser Trend auf die hart umkämpften Regulierungsbemühungen hinsichtlich des Wertpapiergesetzes (und der entsprechenden Einordnung von Kryptowährungen) zurückzuführen sind.