Ripple: XRP-Verkäufe gehen im dritten Quartal um 73% zurück

Der Blockchain-Zahlungsdienstleister Ripple hat bekanntgegeben, dass er im dritten Quartal 2019 (Q3) insgesamt 66,24 Mio. Einheiten der firmeneigenen Kryptowährung XRP verkauft hat, was einem deutlichen Rückgang von 73,66% im Vergleich zum vorherigen Quartal entspricht, als eine Rekordsumme von 251,51 Mio. XRP verkauft werden konnten.

Dies geht aus dem dritten Quartalsbericht des laufenden Jahres hervor, der am 18. Oktober veröffentlicht wurde. Darin heißt es auch, dass Ripple zuvor schon angekündigt hatte, im Q3 die Verkaufsaktivitäten für XRP bewusst zurückzufahren.

Anstiegsrate der Umlaufmenge von XRP relativ gering

In diesem Zusammenhang erklärt Ripple, dass „der Anstieg der Umlaufmenge von XRP im laufenden Quartal niedriger ist als bei Ether (ETH) und Litecoin (LTC), sondern eher mit der Inflationsrate von Bitcoin (BTC) vergleichbar ist“.

Unter Bezugnahme auf die Anstiegsrate der Umlaufmenge wehrt sich der Blockchain-Zahlungsdienstleister gegen die Vorwürfe, durch die zuletzt hohen Verkaufszahlen von XRP absichtlich dafür gesorgt zu haben, dass der Kurs der eigenen Kryptowährung sinkt. Einige Krypto-Anleger hatten auf Grund der schlechten Performance von XRP die Vermutung von Kursmanipulation in den Raum gestellt. Wie Ripple nun aber schreibt, handelt es sich bei der vermeintlichen Kritik allerdings überwiegend um sogenannte Bots, die versuchen würden, schlechte Stimmung gegen das Unternehmen zu verbreiten.

Als Beleg für die angebliche Kursmanipulation hatten die Kritiker zuvor immer wieder auf große Transaktionen an XRP verwiesen, die von Ripple ausgingen, allerdings soll es sich dabei nur um interne Bewegungen vom Firmenkonto auf das firmeneigene Treuhandkonto gehandelt haben, so das Blockchain-Unternehmen. Dementsprechend würden dadurch auch keine neuen XRP in Umlauf gebracht, der Kurs wird also nicht beeinflusst.

Bots steuern Diskussion um Kryptowährungen

Hinsichtlich der computergesteuerten Kritiker (Bots) verweist Ripple auf ein Tool der Universität von Indiana, das ebenfalls herausgefunden haben soll, dass „49% aller Beiträge zum Thema Bitcoin (BTC), 71% aller Beiträge zu ETH und 50% aller Beiträge zu XRP auf Twitter von Bots gesteuert werden“. Im aktuellen Quartal sei die Anzahl der „gefakten“ Beiträge zu XRP außerdem angestiegen.

Wie Cointelegraph zuvor berichtet hatte, hat sich der in London ansässige große Finanzdienstleister Finastra mit Ripple zusammengetan, um den eigenen Kunden Zugang zum Blockchain-Zahlungsnetzwerk RippleNet eröffnen zu können.