Die Sberbank (Sber), die größte Bank Russlands, treibt die Entwicklung ihrer Blockchain-Plattform nun einen entscheidenden Schritt voran, indem auch das Ethereum-Netzwerk eingebunden wird.
Wie die Sber am gestrigen 30. November bekanntgegeben hat, ist die eigene Blockchain-Plattform ab sofort mit Smart Contracts und Dezentralisierten Apps (DApps) von Ethereum kompatibel. Dadurch könnten Entwickler problemlos Smart Contracts und ganze Krypto-Projekte zwischen der Sber-Blockchain und anderen öffentlichen Blockchain-Netzwerken bewegen, wie die Bank erklärt.
Darüber hinaus bindet die Blockchain-Plattform des großen russischen Finanzinstituts jetzt die beliebte Software-Wallet MetaMask ein, die der Goldstandard für die Nutzung von Ethereum ist. Durch diese Einbindung können die Kunden der Bank umso leichter mit Krypto-Projekten auf der marktführenden Plattform interagieren.
„Das Sber Blockchain Lab arbeitet eng mit externen Entwicklern und Unternehmen zusammen, weshalb ich froh bin, dass unsere Community ab sofort in der Lage ist, DeFi-Projekte über die Infrastruktur von Sber zu nutzen“, wie sich Alexander Nam, der Leiter der Blockchain-Abteilung der Bank, erfreut zeigt. Entsprechend ist Nam zuversichtlich, dass die neuen Features der Sber dabei helfen werden, Entwickler, Unternehmen und Finanzdienstleister zusammenzubringen, um neue Geschäftsmöglichkeiten um Blockchain, Web3 und Dezentralisierte Finanzen (DeFi) zu ergründen.
Wie zuvor berichtet, arbeitet die Sberbank schon seit längerem an Blockchain-Lösungen. So hatte die Bank bereits Anfang 2021 bei der Zentralbank des Landes beantragt, eine Blockchain-Plattform für den firmeneigenen Stablecoin „Sbercoin“ einrichten zu dürfen. Nachdem die Zentralbank im Frühjahr 2022 grünes Licht gegeben hat, wurde dieser Schritt im Juni endlich Wirklichkeit. Mit etwas mehr als 50 % ist die russische Regierung mehrheitlicher Eigentümer der Bank.
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