Südkorea reagiert auf Petition: Kein Krypto-Verbot

Die südkoreanische Regierung erklärte, dass ihr regulatorischer Kurs in Bezug auf Kryptowährungen "illegale Handlungen oder Unsicherheiten verhindern" solle. Das geht aus kürzlichen Kommentaren vom Mittwoch, 14. Februar, hervor.

Hong Nam-ki, die südkoreanische Ministerin für Koordination der Regierungspolitik, veröffentlichte eine Stellungnahme als Reaktion auf die öffentliche Petition vom letzten Monat. Diese richtete sich gegen eine strenge Regulierung oder sogar ein vollständiges Verbot von Kryptowährungshandel. Das geht aus Zitaten aus verschiedenen Medien hervor.

Die Petition, die auf der Website des südkoreanischen Präsidentenbüros veröffentlicht wurde, hat bisher über 200.000 Unterschriften sammeln können. Die Regierung ist verpflichtet, auf eine Petition zu antworten, wenn sie innerhalb von 30 Tagen mehr als 200.000 mal unterzeichnet wird.

"Der Grundgedanke der Regierung ist es, illegale Handlungen oder Unsicherheiten in Bezug auf den Handel mit Kryptowährungen zu verhindern. Gleichzeitig soll die Blockchain-Technologie so gut wie möglich gefördert werden", verkündete Hong und fuhr fort:

"Aber die Regierung ist immer noch durch viele verschiedene Meinungen gespalten. Diese reichen von einem vollständigen Verbot des Kryptowährungshandels bis hin zur Einführung von Institutionen, die sich um die Währung kümmern."

Das Ausmaß der öffentlichen Gegenreaktion auf die Aussage von Justizminister Park Sang-ki, dass Gesetze für ein Verbot von Kryptowährungsbörsen und den Handel mit Digitalwährungen in Arbeit wären, war sehr groß. Die Regierung war daher gezwungen, kurz nach dieser Aussage ihre Position deutlich zu machen.

"Es ist nicht geplant, Kryptowährungen zu verbieten oder zu unterdrücken", sagte Finanzminister Kim Dong-yeon in einer Stellungnahme vom 31. Januar.

Die heutige Aussage der Regierung, die hervorhebt, dass es "viele verschiedene Meinungen" gibt, macht deutlich, dass eine endgültige Entscheidung in dem Land noch abzuwarten bleibt.

Die Aussagen folgten nur einen Tag, nachdem eine andere Regierungsquelle ein Lizenzsystem für Kryptobörsen nach den Wahlen im Juni dieses Jahr vorgeschlagen hatte. Der Regierungsbeamte merkte an, dass das vorgeschlagene System der New Yorker BitLicense entsprach.

In Japan gab es einen ähnlichen Schritt zur Regulierung von Kryptobörsen. Das Lizenzierungssystem, das 2017 eingeführt wurde, funktioniert bisher erfolgreich.

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