Südkorea: IT-Ministerium schiebt medizinische Blockchain-Plattform für Klinikum Seoul an

Ein großes Krankenhaus aus der südkoreanischen Hauptstadt Seoul hat angekündigt, eine Blockchain-Plattform zur Verbesserung ihrer medizinischen Dienstleistungen zu testen. Das Gesundheitsmagazin Daily Medi berichtete am 17. März von den entsprechenden Plänen.

Laut Bericht wird das Pilotprojekt namens „Smart Hospital“ in Zusammenarbeit zwischen dem Seoul Medical Center und dem Ministerium für Informationstechnologie entstehen, wodurch in erster Linie die Datenverwaltung und die Bearbeitungszeiten des Klinikums optimiert werden sollen. Dahingehend heißt es:

„Das Seoul Medical Center will eine automatisierte, personalisierte und integrierte Blockchain-Plattform für Patientendaten schaffen, auf der unter anderem Rezepte, Krankenscheine und Krankenversicherungsdaten elektronisch verwaltet werden können.“

Das „Smart Hospital” ist eines der ersten öffentlichen Blockchain-Projekte, das von der südkoreanischen Regierung im Jahr 2019 angeschoben werden soll. Das Ministerium für Informationstechnologie plant noch eine Reihe weiterer Projekte, um dadurch die Annahme von Blockchain innerhalb der Wirtschaft des Landes zu etablieren.

Der offizielle Starttermin für das Projekt „Smart Hospital“ ist für April vorgesehen.

Wie Cointelegraph zuvor berichtet hatte, will auch der Stadtrat von Seoul seinerseits zur Förderung der Blockchain-Technologie beitragen. Dementsprechend hat die Hauptstadt angekündigt, den sogenannten „Seoul Innovationsfonds” einzurichten, der bis 2022 mehr als 1 Mrd. US-Dollar in Blockchain und Finanztechnologie Startups investieren soll.

Im November hatte das südkoreanische Myongji Klinikum zuvor schon einen ähnlichen Plan vorgestellt. In Kooperation mit einer IT-Firma will das Krankenhaus aus Goyang ebenfalls eine Blockchain-Plattform für Patientendaten entwickeln.