ShapeShift CEO Erik Voorhees widerlegt WSJ-Bericht über "dreckiges Geld"

Krypto-Börse ShapeShift hat einen aktuellen Artikel des Wall Street Journal (WSJ) - wonach über 7,74 Mio. Euro in illegal erworbenen Geldern durch die Börse gewechselt wurden - in einer Ankündigung vom 1. Oktober widerlegt,

Am 28. September erlies WSJ einen Artikel mit dem Titel “How Dirty Money Disappears Into the Black Hole of Cryptocurrency" (zu Deutsch etwa: "Wie dreckiges Geld in den schwarzen Löchern von Kryptowährungen verschwindet") erlassen, indem behauptet wurde, dass auf betrügerische Weise erhaltene Gelder in der Höhe von 88,6 Mio. US-Dollar, bzw. rund 76,2 Mio. Euro, durch insgesamt 46 Krypto-Börsen gewaschen wurden. Um ShapeShifts Transaktionen zu analysieren, soll WSJ alle 15 Sekunden eine Liste der 50 letzten Transaktionen von den Webseiten der Börsen heruntergeladen und gespeichert haben.

In einem Blog-Beitrag bestätigte ShapeShifts Gründer und Geschäftsführer Erik Vorhees, dass das Team der Börse fünf Monate lang gemeinsam mit WSJ-Journalisten gearbeitet hat, aber "unter falschen Angaben", da die von den Börsen bereitgestellten Informationen sonst fehlinterpretiert oder verzerrt worden wären.

In seinem Artikel betont WSJ, dass bösartige Aktoren die Anonymität der ShapeShift-Nutzung ausgenutzt hätten, um Bitcoin (BTC) in die angeblich nicht nachzuverfolgenden Kryptowährung Monero zu konvertieren. Vorhees greift die Anschuldigungen an, indem er betont, dass die Börse ein Anti-Geldwäsche-Programm (AML) etabliert hat, welches “Blockchain-Forensik verwendet, die sehr viel fortschrittlicher sind, als jemanden, nach seinem 'Namen und seiner Adresse'" zu fragen.

Vorhees stellt weiter fest, dass WSJ "eine Chance zur Verhinderung potenzieller illegaler Aktivitäten" in ihrer Berichterstattung über gängige Praktiken ausgeschlossen hat. Laut dem Blog-Beitrag hat WSJ hauptsächlich Daten über verdächtige Konten gesammelt, "um seine Story aufzubauen". Dabei hat WSJ angeblich keine verdächtigen Aktivitäten durch Nutzer an die jeweiligen Börsen, darunter auch ShapeShift, weitergetragen, sodass diese sofort die Konten hätten blockieren können.

Laut dem Leiter der Börse, wurde der Bericht von WSJ "faktisch inkorrekte und irreführende" Dinge geschrieben, da auch die Funktion von Blockchain und die Art und Weise, wie speziell ShapeShift funktioniert, nicht verstanden wurde. Der Blog-Beitrag behauptet weiterhin, dass WSJ-Reporter fälschlicherweise Aufzeichnungen über den Transfer von Token bis zu dem Ausmaß falsch gelesen haben, dass die fälschlicherweise 60,230 Euro an "dreckigem Geld" mit der Börse in Verbindung bringen.

"600 US-Dollar (516 Euro) an verdächtigen Geldern wurden an eine andere Börse als ShapeShift gesendet. Da ShapeShift zufällig Kunde dieser Börse ist, schickte die Börse - 10 Monate später in einer völlig unabhängigen Transaktion - Geld an ShapeShift. Die Autoren haben nicht verstanden, wie man die Blockchain-Transaktionen richtig liest, also nahmen sie an, dass 70.000 (60.230 Euro) an "schmutziges Geld" an ShapeShift geschickt wurden".

Vorhees schließt seinen Kommentar zu dem Artikel mit der Aussage, "wir versuchen, ein neues Finanzsystem zu pionieren und wir erwarten nicht, von Anhängern des alten geliebt zu werden." Er sagt:

"Wir werden vorwärts gehen, und wir würden vorschlagen, dass die WSJ ihren Titel ändert, um genauer und objektiver zu sein; nämlich zu 'Weniger als zwei Zehntel eines Prozents von ShapeShifts Geschäft könnten illegal sein.'"