Singapur: Zentralbank dementiert falsche Artikel

Die De-Facto-Zentralbank von Singapur hat am Dienstag, 18. September, zwei Warnungen über zwei gefälschte Nachrichten-Webseiten ausgegeben, nachdem Artikel mit "fingierten Kommentaren" über Krypto vom Vorsitzenden und stellvertretenden Premierminister Tharman Shanmugaratnam veröffentlicht wurden.

Die Webseiten namens Golf-Weed-Krabbe und Positive Bath Hour, die falsche Nachrichten zu scheinbar zufälligen Themen beinhalten, hatten behauptet, dass Shanmugaratnam sowohl hinter einer staatlich geförderten Investition in Bitcoin (BTC) in Höhe von umgerechnet 860 Mio. Euro als auch hinter einem "Hi-Tech-Digitalprojekt" für die Bürger Singapurs stecke.

Die Webseiten haben die Artikel seitdem scheinbar heruntergenommen. Laut einem Screenshot, der auf der lokalen Medienplattform Straits Times abgebildet wurde, lautete die Schlagzeile bei Gulf Weed Crab: "Tharman Shanmugaratnam investiert 1 Mrd. US-Dollar für alle Bürger Singapurs". Der Artikel der anderen Webseite enthielt falsche Informationen über eine "Hi-Tech"-Digitalinvestition.

Die Finanzbehörde Singapurs (MAS) hat sich von diesen Zitaten distanziert, die fälschlicherweise Shanmugaratnam zugeschrieben wurden, und bekräftigte, dass der Inhalt des Artikels auf Gulf Weed Crab gefälscht sei.

"Der Artikel der Webseite über Bitcoins ist äußerst täuschend und irreführend", antwortete sie und erklärte:

"Die Aussagen, die DPM Tharman zugeschrieben werden, sind gänzlich unwahr. Das einzige, das stimmt, ist die Aussage zu seiner Beobachtung, dass das Handelsvolumen in Kryptowährungen in Singapur gering ist."

Die beiden falschen Artikel hatten auch nach den Zahlungsinformationen der Leser gefragt, die Geld senden und ein "Bitcoin-Konto" eröffnen sollten. In der zweiten Warnung der MAS hieß es, dass "Fälle von betrügerischen Investitionen und anderen Formen rechtswidriger Handlungen der Polizei gemeldet werden sollten".

Singapur hat weiterhin eine tolerante, aber dennoch vorsichtige Haltung zu Kryptowährungen. Die MAS und hochrangige Politiker merkten dabei an, dass sie den Raum überwachen und bei Bedarf eine strengere Regulierung einführen würden.