Sechs internationale Banken haben Berichten zufolge Absichtserklärungen unterzeichnet, bei denen es um die Ausgabe ihrer eigenen Stablecoins geht. Diese sollen durch die jeweils lokalen Fiatwährungen gestützt und auf "World Wire", dem Blockchain-Zahlungsnetzwerk von IBM, emittiert werden. Das wurde gemeinsam von IBM und Stellar im Rahmen einer Grundsatzrede auf der Money 2020 Asia in Singapur angekündigt, wie der Finanznachrichtensender Cheddar am 18. März berichtete.
Wie bereits berichtet, wurde das grenzüberschreitende Zahlungsnetzwerk von IBM namens Blockchain World Wire (BWW) im September 2018 in Zusammenarbeit mit Stellar (XLM) gestartet. An BWW sollen sich über 44 Banken beteiligen. Das Ziel dabei ist es, Kryptowährungen zu nutzen, um internationale Abwicklungen zwischen Banken nahezu in Echtzeit zu ermöglichen.
Cheddar berichtete nun, dass sechs Banken sich dazu bereit erklärt hätten, Stablecoins auf BWW auszugeben, die an ihre nationalen Fiatwährungen gekoppelt sind. Darunter sind etwa die brasilianische Banco Bradesco, die südkoreanische Bank Busan und die Rizal Commercial Banking Corporation aus den Philippinen.
Andere noch nicht genannte Banken sollen ebenfalls Stablecoins ausgeben, die unter anderem durch den Euro und die indonesische Rupiah gestützt werden, wie Jesse Lund, der Leiter für Blockchain-Lösungen bei IBM, verriet.
IBM hat auch eine Partnerschaft mit Stronghold geschlossen, einem auf Stellar basierenden und vom USD gestützten Vermögenswert. Das Ziel dabei war es, den ersten Stablecoin für das Stellar-Netzwerk zu entwickeln.
Lund erklärte, dass IBM sein Blockchain-Abwicklungsnetzwerk um weitere Vermögenswerte erweitern wolle. Er sagte:
"Wir lassen den Markt die Ausweitung und die Auswahl für das Netzwerk schrittweise vorantreiben. Wir freuen uns sehr, dass wir gerade dabei sind, etwas Neues und Revolutionäres aufzubauen, das den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr wirklich verändern wird."
Wie Cheddar berichtete, unterstützt BWW derzeit mehr als 47 Währungen für Zahlungen in 72 Ländern. Die Plattform disintermediiert traditionelle Bankabwicklungssysteme, indem es den XLM-Token als effizientes, unveränderliches Abrechnungsinstrument für Fiatwährungen zwischen institutionellen Parteien einführt.
IBM gibt den Abwicklungs-Vermögenswert, für den sich die Parteien entscheiden, nicht aus, wie Lund in einem Interview Anfang dieser Woche betont hatte:
"Wir finden, dass Stablecoins breiter zugänglich sein sollten. World Wire versucht, für alle Finanzinstitute eine Fungibilität von digitalen Vermögenswerten zu gewährleisten."
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