Südindienstaat Kerala plant Blockchain-Innovationen für Nahrungsmittelversorgung

Die Regierung im südindischen Staat Kerala will Blockchain für die Nahrungsmittellieferung und -verteilung nutzen, wie der lokale Nachrichtendienst Business Standard am 17. Juni berichtete.

Das neue Projekt wird von dem ThinkTank des Strategischen Rates für Entwicklungen und Innovationen (K-DISC) in Kerala geleitet und wird Blockchain- und IoT-Technologieaspekte (Internet of Things) verwenden. Mit dem Projekt soll versucht werden, die staatlichen Liefernetzwerke für Milchprodukte, Gemüse und Fisch effizienter zu gestalten.

Der Vorsitzende von K-DISC, KM Abrahan, sagte Business Standard gegenüber, dass jede Komponente des Liefernetzwerkes mit einer separaten ID-Nummer ausgestattet werden wird, wodurch Ursprung, Produktion, Qualität und Verteilung auf einer Blockchain kontrolliert werden können.

Der Staat soll Blockchain auch für sein Saatgut-Sicherheitssystem nutzen, welches die fehlerfreie und effiziente Prozessierung und Abwicklung von Forderungen jener Farmer verwalten soll, die Ernteschäden erleiden. Unveränderliche Daten über die Blockchain können dabei helfen, zu beurteilen, ob der Ernteverlust auf natürliche Ursachen oder andere Faktoren zurückzuführen ist. Darüber hinaus kann die Technologie auch dabei helfen, Streitigkeiten zwischen Versicherungsunternehmen und Begünstigten zu entschärfen, wodurch die Notwendigkeit von Drittvertretern entfällt.

Im April kündigte der Retailgigant Walmart an, dass das Unternehmen bereit für die Anwendung von Blockchain im Lebendfuttergeschäft ist. Gemeinsam mit IBM hat die Firma ein System entwickelt, das laut eigenen Aussagen die Müllproduktion reduzieren, die Handhabung von Kontaminierungen verbessern und für mehr Transparenz sorgen soll.

Auch Microsoft hat letzte Woche eine neue Partnerschaft bekannt gegeben, die darauf abzielt, eine eigene Blockchain-basierte Produktverfolgungsplattform zu entwickeln, um die Rückverfolgbarkeit und Transparenz in der gesamten Lieferkette sicherzustellen.

Die Hafenautoritäten von Rotterdam enthüllten letzte Woche ebenfalls, dass sie ihr eigenes Blockchain-System mitentwickelte, das ähnlich wie K-DISC ein Tagging-System verwendet, um sofortige Einblicke in die Konditionen von eintreffenden Ladungen zu ermöglichen.