Südkorea: Finanzaufsicht verwarnt Banken - mangelhafte Krypto-Transaktionsverwaltung

Eine südkoreanische Finanzbehörde hat zwei große inländische Banken verwarnt, weil deren Verwaltung von Kryptowährungstransaktionen und deren Umsetzung von Anti-Geldwäsche (AML)-Regelungen magelhaft sei. Das geht aus einem Bericht der lokalen Online-Medienplattform The Daily vom 4. Dezember hervor.

Die Finanzaufsichtsbehörde FSS hat die Kookmin Bank und die Nonghyup Bank überprüft und festgestellt, dass es "unangemessene Aspekte im Zusammenhang mit dem Abwicklungsgeschäft mit virtuellen Währungen" gebe. Im Artikel heißt es jedoch, dass die Regulierungsstandards nicht klar seien, und die Anordnung der FSS gelte nur für einige Konten, die mit einem Klarnamensverifizierungsdienst und nicht mit Krypto-Konten der Gegenpartei (Börsen) erstellt wurden.

Die Banken haben auch Anordnungen zur Verbesserung erhalten und müssen die Maßnahmen innerhalb von drei Monaten der FSS vorlegen. Im Artikel heißt es:

"Wenn die FSS der Ansicht ist, dass der Inhalt unzureichend ist, kann die FSS in Zukunft direktere Sanktionen verhängen."

Außerdem wird im Artikel erklärt, dass es ein Problem mit dem sogenannten "Standard zur Identifizierung von verdächtigen Transaktionen beim Umgang der Kookmin Bank mit virtuellen Währungen" gebe.

Die FSS hat auch der nationalen Landwirtschaftsföderation National Agricultural Cooperative Federation (NACF), der die Nonghyup Bank gehört, aufgefordert, das entsprechende System so zu verbessern, dass Kriterien für die Identifizierung von verdächtigen Transaktionen auf alle Händler angewendet werden können. Dazu zählen auch virtuelle Währungspartner, die das Konto nicht mit einem Klarnamenverifizierungsdienst bei der NACF erstellt haben.

Zu Beginn des Jahres haben die FSS und die Finanzbehörde FIU sechs der größten Banken des Landes, darunter die Kookmin Bank und die Nonghyup Bank, geprüft, um zu entscheiden, ob die Institute "ihren Verpflichtungen zur Verhinderung von Geldwäsche bei der Verwaltung virtueller Konten nachgekommen sind".

Ebenfalls im Januar richteten die südkoreanischen Finanzbehörden eine Task Force ein, die die Einhaltung der bestehenden Vorschriften durch die Kryptowährungsbörsen überwachen und kontrollieren soll.

Im Frühjahr wurden drei inländische Banken, darunter Kookmin und Nonghyup, von der Finanzregulierungsbehörde FSC erneut überprüft. Damit sollte sichergestellt werden, dass die Banken den neuen Anti-Anonymitätsvorschriften einhalten.

Nach der Überprüfung veröffentlichte die FSC überarbeitete Richtlinien zur Bekämpfung von Geldwäsche bei virtuellen Währungen. Damit soll sichergestellt werden, dass keine verdächtigen Transaktionen und Zahlungsabwicklungen durchgeführt werden, wie Cointelegraph am 28. Juni berichtete.