Südkoreanischer Telekommunikationsriese schließt Blockchain-Roaming-Deal mit China

Südkoreas größter Telekommunikationsanbieter, die KT Corporation, hat eine Partnerschaft mit China Mobile geschlossen, bei der es um Blockchain-Technologie und 5G-Roaming geht.

Wie die lokale englischsprachige Nachrichtenplattform The Korea Herald am 5. Dezember berichtete, will KT noch in diesem Monat 5G-Roaming in China anbieten.

KT Corp. plant B.Link-Blockchain-Einführung

Gleichzeitig arbeiten die Unternehmen an einem Blockchain-System, mit dem sie Zeit und Kosten bei der Berechnung von Roaming-Gebühren für mobile Nutzer sparen können. 

Laut The Korea Herald kann B.Link-System "Roaming-Daten der beiden Anbieter selbst analysieren und Roaming-Gebühren in Echtzeit verarbeiten".

Sechs Monate zuvor hatte KT bekanntgegeben, dass das Unternehmen ein eigenes Blockchain-Netzwerk eingerichtet habe. Die KT Network Blockchain richtet sich ebenfalls an das Roaming. Es ist aber auch für andere Aspekte verwendbar, wie etwa bei der Benutzeridentifikation.

Dieser Ankündigung wiederum ging die Einführung einer Blockchain-as-a-Service (BaaS) durch KT voraus. Ziel dabei war es, südkoreanischen Unternehmen den Zugang zu dieser Technologie zu erleichtern. 

Telekommunikation begrüßt Blockchain-Potenzial

Wie Cointelegraph berichtete, haben sowohl Südkorea als auch China sich stark für die Blockchain-Technologie eingesetzt. In China ist die Technologie sogar in der offiziellen Politik des Staates enthalten. Dies wurde in einer medienwirksamen öffentlichen Ankündigung im letzten Monat bekanntgegeben.

Auch in Südkorea ist die Begeisterung spürbar: Der Technologiekonzern Kakao Corporation behauptete kürzlich, sein Klaytn-Blockchain-Angebot sei fortschrittlicher als Facebooks Libra-Projekt.

Insbesondere für die Telekommunikationsbranche sollte die Blockchain bis 2023 einen Mehrwert in Höhe von 1 Mrd. US-Dollar bringen, so eine Studie aus dem letzten Jahr.