Der Haftbefehl gegen Yoo Mo, den Leiter des Geschäftsteams von Terraform Labs, soll weniger als 48 Stunden nach seinem Erlass wieder aufgehoben worden seien.

Einem Bericht der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap vom 6. Oktober zufolge sagte ein Richter in Seoul, es sei schwierig, die "Notwendigkeit und Bedeutung" der Verhaftung von Yoo zu erkennen. Die Staatsanwaltschaft erließ am 5. Oktober einen Haftbefehl gegen den Manager von Terraform Labs wegen Verletzung des Kapitalmarktgesetzes und Betrugs durch Manipulation des Kurses von TerraUSD (UST).

Der Richter soll bei seiner Entscheidung die Tatsache berücksichtigt haben, dass Yoo einen Wohnsitz und Familie in Südkorea hat und bereits nicht mehr ausreisen darf. Außerdem stellte er in Frage, ob der LUNA-Token überhaupt als "Wertpapier für Anlageverträge" gemäß dem koreanischen Kapitalmarktgesetz zu betrachten sei. Yoo soll seine Beteiligung am Betrieb und der Verwaltung eines der automatisierten Bot-Programme von Terra, die im Mittelpunkt des Skandals standen, nicht bestritten haben.

Yoo ist die erste Person, der nach dem Zusammenbruch von Terra im Mai möglicherweise ein Prozess droht. Die Staatsanwaltschaft hat die Möglichkeit, erneut einen Haftbefehl zu beantragen.

Im September erließ ein südkoreanisches Gericht einen Haftbefehl gegen den Terra-Mitbegründer Do Kwon, woraufhin Interpol seinen Namen auf seine sogenannte "Red Notice"-Liste setzte. Derzeit ist nicht bekannt, wo sich Do Kwon aufhält. 

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