Südkorea: Autohersteller Hyundai setzt Blockchain für Elektroauto-App ein

Der südkoreanische Automobilhersteller Hyundai setzt Blockchain für eine neue App ein, die Smartphones und Elektroautos verbinden soll. Dies berichtet das Branchenblatt Green Car Congress am 22. April.

Wie es in dem Artikel heißt, hat Hyundai die Entwicklung der entsprechenden App kürzlich angekündigt. Ziel des Tools soll es sein, dass die Nutzer per Smartphone bestimmte Einstellungen an ihrem Elektroauto vornehmen können.

Der Einsatz der Blockchain-Technologie soll in diesem Zusammenhang ein Novum sein. Hierdurch soll hauptsächlich verhindert werden, dass es Sicherheitslücken gibt, wenn Nutzer ihre Daten und Einstellungen auf die firmeneigenen Server hochladen.

Dazu werden von Hyundai wichtige Leistungsdaten des jeweiligen Elektroautos verschlüsselt und auf eine Blockchain übertragen, wobei durch den Betrieb der App ständig neue Blöcke geschaffen werden. Ziel ist es, hiermit eine Datenmanipulation durch Dritte zu verhindern.

Laut Bericht können die Autobesitzer über die App mehrere Leistungsparameter anpassen, darunter zum Beispiel die maximale Drehzahl des Motors, das maximale Tempolimit, das Bremsverhalten, das Beschleunigungstempo oder den Stromverbrauch der Klimaanlage.

Hyundai Commercial, das Finanzdienstleistungsunternehmen der Hyundai Group, hat sich Anfang 2019 mit dem amerikanischen Technologiekonzern IBM zusammengetan, um Blockchain wiederum für ihr Geschäft zu nutzen. Hierbei wird das Blockchain-Protokoll Hyperledger Fabric eingesetzt, um Finanzdienstleistungen für Zulieferer und Händler bereitzustellen, die mit Hyundai zusammenarbeiten.  

IBM hat seinerseits ein Patent für ein System erhalten, das den Einsatz von Blockchain-Technologie in selbstfahrenden Autos vorsieht.