Studie: Chinesische Bitcoin-Miner kontrollieren 66% der weltweiten Hashrate

Die chinesischen Bitcoin-Miner kontrollieren knapp 66% der weltweiten Hashrate, wie ein neuer Bericht zeigt.

Dies berichtet Reuters am 11. Dezember unter Bezugnahme auf eine Studie der globalen Vermögensverwaltung CoinShares. Laut Studie ist die chinesische Provinz Szechuan allein für etwas mehr als die Hälfte der globalen Hashrate verantwortlich.

Die Hashrate ist eine Kennzahl, die die aufgewendete Rechenleistung für die Validierung einer Transaktion auf der Bitcoin-Blockchain anzeigt. Durch Betrachtung der insgesamten Hashrate wird ersichtlich, wieviel Rechenleistung weltweit für Bitcoin aufgewendet wird. Allgemein gilt, je höher die insgesamte Hashrate, desto höher ist das Interesse an einer jeweiligen Blockchain bzw. Kryptowährung.

Höchster chinesischer Marktanteil seit 2017

Laut dem neuen Bericht lag der Anteil der chinesischen Miner an der globalen Hashrate im Juni 2019 noch bei 60%. Mittlerweile ist dieser Wert auf 66% angestiegen, was der bisher wohl höchste Wert ist, den CoinShares seit 2017 messen konnte.

Während die Provinz Szechuan mit mehr als 50% der globalen Hashrate das Epizentrum des Bitcoin-Minings ist, spielen auch die Provinzen Yunnan, Xinjiang und Innere Mongolei wichtige Rollen beim Mining der marktführenden Kryptowährung.

Hat China durch Hardware einen Wettbewerbsvorteil

Chris Bendiksen, der Forschungsleiter von CoinShares, vermutet, dass der jüngste Zuwachs der Hashrate in China wahrscheinlich dadurch bedingt ist, dass hier fortschrittlichere Mining-Hardware verwendet wird. So schlussfolgert er im neuen Bericht:

„Dies ist ein großer Wettbewerbsvorteil für die chinesische Mining-Branche […] Wenn man seinen Anteil der Hashrate noch vor der Konkurrenz anheben kann, dann ist das generell gut.“

Bitmain kontrolliert chinesischen Mining-Markt

Wie Cointelegraph jüngst berichtet hatte, sind Bitmain und Canaan Creative die beiden größten Hersteller für Prozessoren, die in Mining-Hardware verbaut werden. Bitmain kann sich des Weiteren auch als Marktführer für die Herstellung von Mining-Hardware etablieren, da das Unternehmen nicht nur den heimischen Markt in China kontrolliert, sondern damit zugleich auch 75% des Weltmarkts.

Die Canaan Creative konnte, laut Gerichtsdokumenten vom 20. November, durch einen Börsengang 90 Mio. US-Dollar Kapital einsammeln, was allerdings 75% weniger ist als erhofft.

MicroBT, ein anderer großer Hersteller für Mining-Hardware, befindet sich derweil im Rechtsstreit mit Bitmain. Der Gründer von MicroBT soll in diesem Zusammenhang bereits von der chinesischen Polizei verhört worden sein.