IPO von Bitcoin-Miningunternehmen Canaan bringt nach Verlust von Partnerbank nur 90 Mio. US-Dollar

Das Bitcoin (BTC)-Miningunternehmen Canaan Creative hat im Rahmen seines Börsengangs (IPO) 90 Millionen US-Dollar eingesammelt - mehr als 75% weniger als zuvor erwartet.

Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg, welche am 20. November Unterlagen der US-Regulierungsbehörde Securities and Exchange Commission (SEC) veröffentlichte, konnte Canaan 10.000.000.000 Aktien für je 9 US-Dollar verkaufen.

90 Millionen statt 400 Millionen

Das Unternehmen wollte ursprünglich deutlich mehr Geld aufbringen. Nachdem Canaan im vergangenen mit einem Börsengang in Hongkong gescheitert war, war der Mining-Betreiber in die USA gegangen. 400 Mio. US-Dollar sollten mit dem dortigen Börsengang eingenommen werden.

Vergangene Woche erlitt Canaan durch den Verlust seiner Konsortialbank einen schwerwiegenen Rückschlag und sah sich gezwungen den Umfang des Börsengangs drastisch auf nur noch 100 Mio. US-Dollar zu reduzieren. 

Wie Bloomberg unter Verweis auf Insider berichtet, zweifelte Credit Suisse daran, ausreichende Zeichnungen für den Börsengang zu erreichen.

Canaan schafft es als erster an die Börse

Canaan ist nichtdestotrotz das erste große Bitcoin-Miningunternehmen, das erfolgreich ein IPO abschließen konnte. Wettbewerber Bitmain plant ebenfall schon länger, einen Börsengang durchzuführen.

Wie Cointelegraph berichtete, plant Bitmain laut eingereichten Dokumenten einen durch die Deutsche Bank begleiteten Börsengang. Aufgrund von Konflikten auf höchster Führungsebene könnte das Projekt vor dem erfolgreichen Abschluss jedoch auf unabsehbare Zeit verschoben werden.

Wie Kanaan hatte auch Bitmain 2018 keine Erlaubnis zur Durchführung eines Börsengangs in Hongkong bekommen.