Schweizer Finanzbehörde veröffentlichen ICO-spezifische Richtlinien

Die Schweizer Eidgenössische Finanzaufsicht (FINMA) hat am 16. Februar eine Reihe von Richtlinien zur Anwendung der bestehenden Finanzmarktgesetze bezüglich Initial Coin Offerings (ICO) veröffentlicht.

FINMA-CEO Mark Branson sieht diese Richtlinien als eine Möglichkeit, es der Blockchain-Technologie möglich zu machen, leichter in die Schweizer Märkte einzusteigen. Er weißt außerdem darauf hin, dass Blockchain-Unternehmen "den bewährten regulatorischen Rahmen nicht einfach umgehen können." Er erklärte in einer Pressemitteilung zu den Richtlinien:

"Unser ausgewogener Ansatz, ICO-Projekte und Anfragen zu behandeln, erlaubt es seriösen Innovatoren, sich in der Regulierungslandschaft zurechtzufinden und ihre Projekte so zu lancieren, dass die bestehenden Gesetze respektiert und somit die Investoren wie auch die Integrität des Finanzplatzes geschützt werden".

Gemäß der Pressemitteilung der FINMA wurde die Ausarbeitung durch die steigende Anzahl von ICOs in der Schweiz ausgelöst, verbunden mit der Unklarheit darüber, wie oder ob sie reguliert werden sollten. Hinzu kommt, dass "Transparenz über ihre Vorgehensweise vor dem Hintergrund der besonderen Marktdynamik und der grossen Nachfrage in diesem Bereich wichtig und angebracht erscheint".

FINMA schreibt, dass es derzeit keine ICO-spezifischen Regelungen oder "einschlägige Rechtsprechung" für den Umgang mit ICOs im Land gibt.

Um zukünftige ICOs zu bewerten und den richtigen Gesetzen zuzuordnen, teilt die FINMA mit, dass sie ICO-Token in drei Kategorien aufteilen will: Zahlungs-Token, Utility-Token, Asset-Token

Die globalen Regulationen von ICOs war uneinheitlich, da China Ende 2017 auf der einen Seite alle ICOs im Land verboten hat, während andere wie Singapur und Australien ihre Richtlinien zur Unterstützung der ICOs in Übereinstimmung mit den bestehenden Gesetzen zur Verfügung stellten, ähnlich wie es die FINMA vorschlägt.

Die meisten ICO-Vorschriften weltweit warnen Investoren vor der Möglichkeit, bei einem neuen Fundraising auf Betrüger zu stoßen. FINMAs Pressemitteilung endet damit, die Aufmerksamkeit auf die mit ICOS verbundenen Risiken auf dem Markt zuziehen. Dazu gehören Preisschwankungen und die potenziell unsichere Rechtsgrundlage von Verträgen, die über die Blockchain geschlossen wurden.