Taiwan: Sieben Bitcoin-Betrüger angeklagt

In Taiwan wurden nun sieben Personen wegen mutmaßlichem Krypto-Investmentbetrug angeklagt, wie die englischsprachige Zeitung FocusTaiwan am 18. Januar berichtet.

Laut Bericht, der sich auf die ortsansässigen Strafverfolgungsbehörden beruft, wird den Verdächtigen vorgeworfen, gegen das taiwanesische Bankengesetz sowie gegen das Gesetz für Multi-Level Marketing (ähnlich Schneeballsystemen) verstoßen zu haben.

Die Gruppe wurde schon am 13. Juni 2018 festgenommen, da sie betrügerische Bitcoin-Investitionen angeboten haben soll. Laut FocusTaiwan wurden den Anlegern dabei jährliche Renditen von bis zu 355% versprochen.

Allein auf Grund dieser Behauptung — die ohnehin nicht eingehalten werden konnte, nachdem am 24. April der Umsatz begann zu sinken — kamen für die verdächtigten Personen weitere Anklagepunkte dazu.

Wie FocusTaiwan berichtet, konnte die Gruppe 51 Mio. US-Dollar an Investmentgeldern generieren. Die ermittelnde Sonderkommission, die dem taiwanesischen Justizministerium untersteht, gibt an, dass dabei mehr als 1.000 Leute betrogen worden sind.

Im Dezember des vergangenen Jahres hatten die italienischen Aufsichtsbehörden zwei Krypto-Projekte aufgefordert, den Betrieb einzustellen, da diese ebenfalls betrügerische Aktivitäten durchgeführt haben sollen.

Im selben Monat hatte das Wall Street Journal eine Studie veröffentlicht, in der es heißt, dass hunderte Krypto-Projekte in Betrug verwickelt sein sollen und dabei unrealistische Renditen versprechen.