Italien: Börsenaufsicht ordnet Unterlassungsverfügungen gegen zwei Krypto-Firmen an

Die italienische Börsenaufsicht hat eine 90-tägige Unterlassungsverfügung gegen zwei Firmen wegen etwaiger betrügerischer Krypto-Investitionsangebote verhängt. Dies teilte die Behörde am 17. Dezember in einer offiziellen Ankündigung mit.

Die „Commissione Nazionale per le Società e la Borsa“ (CONSOB) ist ähnlich der amerikanischen Börsenaufsicht SEC bzw. ähnlich der deutschen Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und überwacht die Finanzmärkte Italiens.

Die beiden betroffenen Firmen, Bitsurge Token und Green Energy Certificates, gehören jeweils zum betrügerischen Unternehmen Avalon Life, das wiederum nicht in der Europäischen Union sitzt. Laut zwei entsprechenden Schreiben wurden den beiden erstgenannten Firmen für 90 Tage untersagt, ihre Investitionsangebote bereitzustellen, wirksam ab dem 12. Dezember.

Das scheinbar betrügerische Projekt Bitsurge wurde auf der Seite bitsurge.io und auf einer dazugehörigen Facebook-Seite namens „Bitsurge Token“ beworben. In der Unterlassungsverfügung heißt es, dass das Unternehmen seinen Kunden „Token-Verträge“ angeboten haben soll, die einen monatlichen Gewinn von 6-13% einfahren würden, bei einem Investitionskapital zwischen 1.000 bis 25.000 US-Dollar. Wie die CONSOB anmerkt, hätten die Anleger allerdings keinerlei Verfügungsgewalt über den Einsatz ihrer Tokens.

Das zweite betrügerische Unternehmen namens Green Earth Certificates soll auf einer Facebook-Seite namens „Progetto Crypto Green Earth” geworben haben, wobei angeblich ökologische „Green Earth“ Zertifikate angeboten wurden, die zur vermeintlichen Rettung des Regenwaldes beitragen sollten, indem kleine Areale des Waldes per Blockchain gekauft würden. Dabei versprach das Unternehmen 6% Rendite auf die etwaigen Krypto-Investitionen der Kunden.

Vor kurzem hat die CONSOB eine gemeinsame Warnung mit der maltesischen Finanzaufsicht MFSA herausgegeben, Gegenstand war eine unlizenzierte Kryptobörse namens OriginalCrypto.

Im November hatte die CONSOB zuvor schondrei Unterlassungsverfügungen gegen Krypto-Firmen ausgestellt, wobei es um Investitionsangebote ohne entsprechende Zulassung ging.

Der Social-Media Konzern Facebook hatte im Januar 2018 eigentlich jegliche Werbung für Kryptowährungen und Initial Coin Offerings (ICO) auf seiner Seite verboten, um damit „irreführende oder täuschende Werbemaßnahmen“ mit Bezug auf Krypto zu unterbinden.

Im Juni 2018 änderte Facebook jedoch seine Position und erlaubte wieder Werbung für Kryptowährungen, während das Verbot für ICOs allerdings bestehen bleib.