Die taiwanesische Finanzmarktaufsicht will eine neue Methode zur Beschaffung von Investitionskapital einführen, die auf sogenannten Security Token Offerings (STOs) basieren soll. Dies geht am 4. März aus einem Bericht der Wirtschaftszeitung Taiwan Economic Daily hervor.

Die Aufsichtsbehörde, die dem chinesischen Exekutiv-Yuan von Taiwan angehört, will im April auf einem Symposium ihre Pläne für das neue STO-Verfahren vorstellen. Bis spätestens Ende Juni 2019 sollen die entsprechenden Bestimmungen dann ausformuliert werden. Security Tokens funktionieren ähnlich einem Wertpapier, so dass ein Unternehmen durch Herausgabe dieser Tokens Investitionskapital einnehmen kann, wofür die Anleger im Gegenzug Firmenanteile erhalten.

Gu Lixiong, der Vorsitzende von Taiwans Finanzmarktaufsicht, meint, dass der Verkauf dieser STO-Tokens nicht auf die gängigen Aktienbörsen beschränkt sein würde. Dahingehend erklärt er:

„Die Wertpapier-Tokens sind ein Finanzprodukt der neuen Kapitalmärkte, die in den nächsten 5-10 Jahren großen Einfluss auf die Beliebtheit von Taiwan im internationalen Vergleich haben werden.“

Wie Cointelegraph am 24. Oktober berichtet hatte, hat die taiwanesische Finanzaufsicht zuvor bekanntgegeben, bis Juni 2019 Regulierungsvorschriften für Initial Coin Offerings ausarbeiten zu wollen. Der Vorsitzende der Behörde will damit zu einer proaktiven Herangehensweise übergehen.

Andere asiatische Länder sind bisher noch vorsichtiger, wie zum Beispiel Thailand. Die dortige Aktienmarktaufsicht hatte vergangenen Dezember angegeben, dass noch keine endgültige Entscheidung zur Regulierung von STOs getroffen wurde.

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