Thailand: Börsenaufsicht äußert sich zur Regulierung von STOs

Der stellvertretende Vorsitzende der thailändischen Aktienmarktaufsicht (Thai SEC) hat bekanntgegeben, dass thailändische Security Token Offerings (STOs), die international veranstaltet werden, gesetzeswidrig sind. Dies berichtet die englischsprachen Zeitung Bangkok Post am 29. November.

Beim Security Token Offering handelt es sich um ein Verfahren ähnlich dem Initial Coin Offering (ICO), wobei die Tokens im STO explizit als Wertpapier deklariert werden. Dies soll unter anderem die Regulierung durch Behörden vereinfachen, außerdem sind die Tokens hier durch entsprechende Gegenwerte abgesichert.

Im Artikel der Bangkok Post heißt es, dass der stellvertretende Vorsitzende Tipsuda Thavaramara ausgesagt hat, dass „die Aktienaufsicht sich damit auseinandersetzen muss, wie im Falle der STOs mit Eigentumsrechten, Stimmrechten und Dividenden umgegangen wird.“

Im Moment gibt es weiterhin Unklarheit, wie diese Form von Token reguliert werden soll. In diesem Kontext sagte Thavaramara:

„Derzeit haben wir uns noch nicht entschieden, ob STOs unter das Wertpapiergesetz oder das Gesetz für Digitale-Vermögenswerte fallen, dies wird wohl vom Aufbau des jeweiligen STOs abhängen.“

Die Bangkok Post schreibt weiter, dass Thavaramara darauf hinweist, dass „ein thailändisches STO, das auf dem internationalen Markt angeboten wird, nach dem Gesetz für Digitale-Vermögenswerte rechtswidrig ist“, da hierdurch „regulierte Methoden zur Kapitalbeschaffung“ umgangen werden.

Prinn Panichpakdi, leitender Direktor bei einem thailändischen Börsenmakler, meint, dass „die Aktienaufsicht einen Weg finden muss, „dies zu lösen“, da STO-Projekte ansonsten „in andere Märkte abwandern.“

Wie Cointelegraph zuletzt berichtete, hat Thailand seine Pläne zur Legalisierung von ICOs vorgestellt, wodurch Kryptobörsen eine entsprechende Zulassung erhalten würden und wodurch Kryptowährungen Legitimität bekommen. Der Gouverneur der Bank of Thailand (BoT) hatte im November gesagt, dass es drei bis fünf Jahre dauern würde, bis Kryptowährungen das Bargeld ersetzen könnten.