Tools for Humanity (TFH), der Entwickler hinter Worldcoin, hat Änderungen am Zeitplan für die Freischaltung seiner Token angekündigt.

Laut einem Blogbeitrag vom 16. Juli verlängert TFH den Zeitplan für die Freischaltung von 80 Prozent der Worldcoin -Token, die sich im Besitz seiner Teammitglieder und Investoren befinden. Ursprünglich sollten die Token über einen Zeitraum von drei Jahren freigeschaltet werden, nun werden sie über einen Zeitraum von fünf Jahren zugänglich sein, beginnend am 24. Juli 2024.

Mit dieser Änderung werden die betroffenen Token schrittweise über die folgenden vier Jahre freigeschaltet, bis Ende Juli 2028. Tools for Humanity teilte die Entscheidung der Worldcoin Foundation am 15. Juli mit und verwies auf die langfristige Vision des Protokolls.

Durch die Verlängerung des Freigabezeitraums werden weniger Token sofort auf den Markt gebracht, wodurch ein plötzlicher Anstieg des Angebots verhindert wird, der den Kurs des Tokens senken könnte. Der WDL-Token stieg aufgrund dieser Nachricht um fast 20 Prozent und liegt derzeit bei etwa 2,36 US-Dollar.

TFH-Token, Freischaltung. Quelle: Tools for Humanity

Worldcoin wurde von Sam Altman von OpenAI mitbegründet. Im Mittelpunkt des Projekts steht das Konzept der "World ID", ein digitales Identitätsüberprüfungssystem, bei dem Nutzer ihre Menschlichkeit verifizieren können, indem sie ihre Iris von einem Gerät namens "Orb" scannen lassen. Im April 2024 hatte die Worldcoin World App nach eigenen Angaben 10 Millionen registrierte Nutzer.

Die Mehrheit der im Umlauf befindlichen WLD-Token befindet sich derzeit im Besitz dieser registrierten Nutzer mit einer verifizierten World ID. Seit dem Start im Juli 2023 wurden mehr als 211 Millionen WLD-Token von World-ID-Inhabern angenommen, was mehr als 77 Prozent der 275 Millionen WLD entspricht, die derzeit insgesamt im Umlauf sind, wie die Stiftung angibt. Der Worldcoin-Community-Pool verfügt über WLD-Token im Wert von 7,22 Mrd. US-Dollar.

Worldcoin wurde aufgrund von Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes und der Datensicherheit im Zusammenhang mit den biometrischen Daten aus Iris-Scans kritisiert und von den Behörden untersucht.

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