Schweizer Aktienbörse "offen" für die Möglichkeit einer Krypto-Handelsoption

SIX Group, die Muttergesellschaft der Größten Aktienbörse der Schweiz, hat bekanntgegeben, dass sie "offen" für die Möglichkeit sei, Handelsmöglichkeiten für Kryptowährungen auf ihrer geplanten digitalen Handelsplattform anzubieten. Die Plattform, welche sich derzeit noch in der Entwicklung befinden, soll Mitte des Jahres 2019 eröffnet werden, wie ein Sprecher der SIX Group dem Nachrichtendienst Swissinfo in einem Interview am 15. Juli mitteilte.

Die Swiss Infrastructure and Exchange (SIX) Group verwaltet den größten Aktienmarkt des Landes und plant, Mitte 2019 eine "vollkommen regulierte" Plattform für den Handel mit digitalen Vermögenswerten auf den Markt zu bringen. Diese soll die "komplette" Reihe an Dienstleistungen umfassen, darunter auch eine Beratungsstelle für Initial Coin Offerings (ICO), speziell für jene ICOs, die nicht als Wertpapiere klassifiziert sind.

In dem Interview mit Swissinfo gab der Sprecher Stephan Meier zu Protokoll, dass es eine "reale Notwendigkeit" für das Erschaffen von "Transparenz und Rechenschaftspflicht in der Krypto-Welt" gibt, sowohl für Geschäfte und Investoren der Krypto-Industrie als auch für die Teilnehmer auf den traditionellen Märkten.

"Nicht nur traditionelle Finanzdienstleister und Investoren sind daran interessiert, sondern auch zahlreiche Unternehmen und Investoren, die von den neuen digitalen Möglichkeiten der Kapitalaufnahme und des Handels mit digitalen Assets profitieren wollen."

Meier betonte, dass SIX Group noch keine Entscheidung getroffen hat, welche "spezifischen Produkte angeboten werden, um gelistet und gehandelt zu werden"- Auf die Frage, ob der Handel mit Kryptowährungen angeboten werden wird, sagte er, diese Frage sei immer noch "offen".

Er fügte hinzu, dass die Firma "technisch in der Lage" ist, "diverse digitale Assets der Plattform hinzuzufügen", betonte aber auch, dass jede digitale Wertanlage einen "Due-Diligence-Prozess" durchlaufen wird, bevor sie hinzugefügt wird.

Stephan Meier behauptete auch, dass das Unternehmen "eine Brücke zwischen den traditionellen Finanzdienstleistungen und den digitalen Communities bauen möchte". Er betonte im Zuge dessen, dass die SIX Group in enger Abstimmung mit den Aufsichtsbehörden daran arbeitet, "in welchen Bereichen Anpassungen oder Ergänzungen des Rechtsrahmens notwendig sein könnten".

Anfang der Woche wurde die Schweiz in einem Bericht als "zweitgünstigster" Standort für ICOs - aufgrund ihrer Fundraising-Optionen - bezeichnet. Überholt wurde das Land nur von den USA.