Über 20 der größten Händler auf dem Kryptomarkt haben im Januar über die Einbeziehung digitaler Vermögenswerte und Token in die globale Finanzarchitektur gesprochen, so ein Bericht, der am 25. April von Bloomberg veröffentlicht wurde.

Das Treffen soll vom Standard Chartered-Geschäftsführer Hoe Lon Leng arrangiert worden sein. Unter denen, die an den Gesprächen in einem Luxusresort in Singapur teilgenommen haben, sollen Vertreter von Galaxy Digital, Coinbase und Binance gewesen sein.

Bloomberg berichtete, dass aus dem Treffen ein Plan für eine Clearingstelle für Krypto-Derivate hervorgegangen sei. Diese soll die Handelskosten senken und gleichzeitig das Handelsvolumen erhöhen. Das Liquidity Offset Network, wie der Name Berichten zufolge lauten soll, könnte bereits im Juli in Betrieb genommen und von der Singapurer Finanzaufsicht reguliert werden.

Simon Nursey, der an dem Treffen teilnahm, sagte gegenüber der Webseite:

"Wir betrachten das als Versuch, den Kryptomarkt in Form zu bringen, um den Eintritt traditioneller Finanzunternehmen zu absorbieren. Wir sind Zeuge der Entstehung einer neuen Anlageklasse."

Berichten zufolge konzentrierte sich das Treffen auf OTC-Kontrakte und nicht auf Bitcoin (BTC)-Futures, die üblicherweise an Börsen gehandelt werden. Nursey sagte, er glaube, dass ein von allen Parteien akzeptierter Leitfaden über Handelskonventionen mehr Wall Street-Banken und institutionelle Investoren dazu bewegen könnte, sich mit Krypto-Investitionen zu beschäftigen.

Eoin O'Shea, der ehemalige Leiter der Abteilung für Konformität bei der Credit Suisse, sagte, dass Hürden weiterhin erst noch überwunden werden müssten. Er erklärte gegenüber Bloomberg, dass Krypto "jetzt praktisch ein abwertender Begriff" sei, da es ausführlich dokumentierte Betrugsfälle aus der Branche gebe. Er fügte hinzu: "Sie [die Krypto-Branche] wird diesen Staub erst abschütteln müssen, wenn sie in den Mainstream will."

Heute hat der Krypto-Kreditgeber Genesis seine Zahlen für das erste Quartal 2019 enthüllt. Aus diesen geht hervor, dass er umgerechnet über  381 Mio. Euro an Krediten vergeben habe. Der Bitcoin-Anteil an diesen habe sich dabei auf 68 Prozent belaufen. Ripple, die Firma hinter dem XRP, hat heute ebenfalls Zahlen veröffentlicht, aus denen hervorgeht, dass die Plattform im ersten Quartal 2019 im Wert von über 152 Mio. Euro verkauft habe. Das sei ein Anstieg von über 31 Prozent gegenüber dem Vorquartal.

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