Britische Standard Chartered-Bank nutzt Blockchain-Technologie für Logistik-Finanzierung

Das Londoner Bank- und Finanzdienstleistungsunternehmen Standard Chartered hat erstmals eine Blockchain-basierte Lieferkettenfinanzierung abgeschlossen.

Wie Standard Chartered am 5. August bekanntgab, hat das Institut in Partnerschaft mit dem chinesischen Supply-Chain-Finanzierungsdienstleister Linklogis erstmals eine gemeinsame Deep-Tier-Supply-Chain-Finanzierungstransaktion erfolgreich durchgeführt.

Standard Chartered und Linklogis unterzeichneten im Februar 2019 eine Absichtserklärung, in der die Unternehmen vereinbarten, bei der Erweiterung der Sichtbarkeit der Lieferkette der Bank zusammenzuarbeiten und ein nachhaltiges Wachstum der chinesischen Wirtschaft zu unterstützen.

Linklogis-Plattform setzt auf Blockchain-Technologie von Tencent

Konkret ging es bei der neuen Transaktion um die Plattform WeQChain von Linklogis, die auf Blockchain-Technologie des chinesischen Internetriesen Tencent basiert. Mit der Nutzung der Plattform wollten die Parteien die Transparenz erhöhen und die Kosten für den Zugang zu Krediten für Vorlieferanten im Rahmen des in China ansässigen Projekts Digital Guangdong optimieren.

Digital Guangdong ist ein Joint Venture zwischen Tencent, China Unicom, China Telecom und China Mobile, das über 700 digitale Regierungsdienste und -anwendungen entwickelt und über 200 Millionen Transaktionen für die Einwohner der Provinz Guangdong verarbeitet hat.

Laut Xie Wen, dem Leiter des Commercial Banking in China bei Standard Chartered, wird die Zusammenarbeit mit Linklogis und die Einführung der Blockchain-Technologie es ihren Kunden ermöglichen, wettbewerbsfähig zu bleiben.

Standard Chartered mit Hauptsitz in London ist eine internationale Bank, die sich auf Geschäfte in Asien, Afrika und dem Mittleren Osten konzentriert. Anfang des Jahres wurde Ed Bowles, der ehemalige Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der Standard Chartered Bank für das Kryptowährungsprojekt Libra von Facebook angeheuert.