CoinfloorEX, eine Einheit der britischen Kryptowährungsbörse Coinfloor, wurde reorganisiert und soll nun den Handel mit physischen Bitcoin-Futures auf dem asiatischen Markt anbieten. Der CEO des Unternehmens hat das in einem Interview mit Bloomberg am Montag, den 7. Januar, verraten.
CoinFLEX, wie die Einheit nun heißt und was kurz für Coin Futures and Lending Exchange steht, soll einem Konsortium gehören, zu dem auch Roger Ver, ein früher Bitcoin -Unternehmer und Unterstützer des jüngsten umstrittenen Bitcoin Cash (BCH)-Hard-Fork, gehören.
Zum Konsortium hinter CoinFLEX gehören auch der frühe BTC-Investor Mike Komaransky, die US-Investmentbanking-Firma Dragonfly Capital, die Muttergesellschaft der britischen Kryptoplattform CoinShares und andere.
Laut Bloomberg wird das neue Unternehmen seinen Sitz in Hong Kong haben und von Mark Lamb, dem Mitbegründer von Coinfloor, geleitet werden. Ab Februar werden Bitcoin, Bitcoin Cash und Ethereum Futures-Kontrakte für Kleinanleger in Asien angeboten.
In dem Interview mit Bloomberg sagte Lamb, dass alle Futures des Unternehmens physisch geliefert würden. Sobald ein Kontrakt ausläuft, erhält der Kunde anstelle einer Barauszahlung die zugrunde liegende Kryptowährung. Bloomberg betont dies als wichtiges Unterscheidungsmerkmal in den "weitgehend unregulierten Kryptomärkten".
Im August 2018 gab der Betreiber der New Yorker Börse (NYSE), die Intercontinental Exchange (ICE), die Einführung von Bakkt bekannt, einer eigenen Plattform für den Handel mit Bitcoin-Futures-Kontrakten.
Das Unternehmen hat kürzlich seine erste Finanzierungsrunde abgeschlossen und umgerechnet rund 159,2 Mio. Euro von 12 Partnern und Investoren aufgebracht. Voraussichtlich wird es Anfang 2019 seine Plattform einführen, sobald es die Genehmigung der US-Handelskommission für Rohstoff-Futures CFTC erhält.
Im Oktober 2018 wurde berichtet, dass Coinfloor den Großteil seiner rund 40 Mitarbeiter im Rahmen einer laufenden Unternehmensumstrukturierung entlassen hat. Der CEO der Börse Obi Nwosu kommentierte darauf, dass es im Unternehmen einige "Personalveränderungen und Entlassungen" gegeben habe.
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