England: Parlamentarier will Steuerzahlungen per Bitcoin ermöglichen

Ein Mitglied des britischen Parlaments hat vorgeschlagen, dass es möglich sein sollte, Zahlungen an Behörden und Ämter per Bitcoin (BTC) zu tätigen. Die dahingehenden Äußerungen des Parlamentariers wurden am 10. Dezember von der Zeitung The Express aufgefasst.

In dem Artikel beschreibt sich Eddie Hughes, Parlamentsabgeordneter des Wahlkreises Walsall North, als „Krypto-Enthusiasten mit Laien-Kenntnissen“. In diesem Zusammenhang weist er darauf hin, dass Blockchain zunehmend an Wichtigkeit gewinnt, weshalb die Abgeordneten „verpflichtet sind, die Technologie zu verstehen.“

Des Weiteren gibt Hughes an, dass er sich kürzlich mit einem Vertreter der britischen Seenotrettung getroffen hatte, die selbst plant, bald Spenden in Kryptowährung anzunehmen. Dies habe ihn dazu angeregt, seine eigene Position zu überdenken:

„Warum sollten wir nicht auch Steuern und sonstige Zahlungen per Bitcoin tätigen können?“

Diese Aussagen kommen nur kurze Zeit nachdem Cointelegraph im November berichtet hatte, dass der amerikanische Bundesstaat Ohio zukünftig Unternehmen ermöglichen will, ihre Steuern in Bitcoin zu bezahlen.

Im Hinblick auf die Pläne aus Ohio sagt Hughes bezüglich der britischen Position zu Kryptowährungen:

„Entweder man springt früh auf den Zug auf oder man verpasst ihn ganz. Unser Land steht vor einer wichtigen Entscheidung — wir müssen ein progressives Land sein.“

Der jüngste Crash der Kryptomärkte hat den Druck auf die britische Finanzaufsichtsbehörde bezüglich der Ausarbeitung einer „überhasteten“ Krypto-Regulierung erleichtert. Laut Reuters hatte die Kryptobranche befürchtet, dass eine überschnelle Regulierung möglicherweise zu streng gestaltet ist, was der Branche großen Schaden hätte zufügen können.

Nachdem es nun zum Crash gekommen ist, haben Regierungsmitarbeiter angekündigt, dass sie sich für die Erstellung des gesetzlichen Rahmens mehr Zeit lassen wollen.

Während einer kürzlichen Krypto-Konferenz hat Gillian Dorner, stellvertretende Vorsitzende der Abteilung für Finanzdienstleistungen im britischen Finanzministerium, gesagt, dass „dies eine Gelegenheit bietet, tiefer in die Materie einzutauchen, um sicherzugehen, dass wir die richtige Herangehensweise wählen.“