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Savannah Fortis
Verfasst von Savannah Fortis,Redaktionsautor
Alex Cohen
Geprüft von Alex Cohen,Ehemaliger Redakteur

US-Politikerin Warren schießt im Wall Street Journal scharf gegen Krypto

Elizabeth Warren holt nach dem FTX-Kollaps zum Rundumschlag gegen die Kryptobranche aus, doch diese wehrt sich gegen eine Generalkritik.

US-Politikerin Warren schießt im Wall Street Journal scharf gegen Krypto
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Der Zusammenbruch der systemrelevanten Kryptobörse schlägt seit der Insolvenzanmeldung der Plattform nicht nur in der Kryptobranche hohe Wellen, sondern weit darüber hinaus. So hat sich die einflussreiche amerikanische Senatorin Elizabeth Warren in einem Kommentar im renommierten Wall Street Journal nun entsprechend kritisch über Krypto geäußert.

Zunächst stellt Warren fest, dass sich die Kryptobranche „auf dem wohlbekannten Pfad der Finanzinnovationen“ befindet, die erst tolle Gewinne einbringen, die letztendlich jedoch ein „vernichtenden Verlusten“ münden. Dahingehend zieht sie Vergleiche zu der Finanzkrise von 2008 und dem Finanzinstrument der Credit-Defaul Swaps (CDOs), die maßgeblich zu dieser beigetragen hatten.

Aus diesem Grund fordert die Senatorin in ihrem Kommentar, dass der Fall FTX „ein Weckruf“ für die Regulierungsbehörden sein muss, damit diese endlich geltendes Recht konsequent gegen die Kryptobranche durchsetzen.

Auf Twitter bekam die Politikerin viel Zuspruch von Menschen, die Krypto als „Schall und Rauch“ sehen und Warren dafür loben, dass sie von Anfang an auf die Probleme des Sektors aufmerksam gemacht hat. Allerdings wehrt sich die Krypto-Community, dass Politik und Behörden noch kein ausreichendes Verständnis von der Branche und der zugehörigen Technologie haben, und mit ihren Forderungen nur Angst schüren.

Ein Nutzer versucht stellvertretend, eine differenzierte Lösung zu finden, indem er vorschlägt, dass zentralisierte Kryptobörsen wie die FTX deutlich stärker reguliert werden sollten, während die dezentralisierten Kryptobörsen (DEX) wegen ihrer grundlegenden Unterschiede klar von diesen abgegrenzt werden müssten.

Auch Binance-Chef Changpeng Zhao mischte sich am Folgetag in die Diskussion, ohne konkreten Bezug auf die Äußerungen von Warren zunehmen. Dabei gibt „CZ“ zu bedenken, dass Innovation immer auch Scheitern mit sich bringt und dass ein derartiger Reifeprozess völlig normal sei.

Die Krypto-Community pflichtet dieser Lesart bei und bezeichnet den FTX-Kollaps als Reset, den die Branche gebraucht hat.

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