VanEck und SolidX bringen Bitcoin-ETF in eingeschränkter Version auf den Markt

Nachdem die Zulassung des gemeinsamen Bitcoin-Indexfonds (ETF) der Vermögensverwaltungen VanEck und SolidX erneut verschoben wurde, wollen die beiden Firmen nun eine eingeschränkte Version des ETFs herausbringen, der sich ausschließlich an institutionelle Investoren richtet.

Wie das Wall Street Journal am 3. September berichtet, wollen VanEck und SolidX dementsprechend Anteile an einem limitierten Bitcoin-ETF verkaufen, wobei sie sich auf eine Ausnahmeregel berufen, die das Finanzprodukt davon abhalten würde als Wertpapier eingestuft zu werden, unter der Voraussetzung, dass nur institutionelle Investoren darauf Zugriff haben.

Eingeschränkter Bitcoin-ETF geht am 5. September an den Start

Laut Bericht planen die Investmentfirmen, mit dem Verkauf des Bitcoin-Indexfonds ab dem 5. September zu beginnen. Das rechtliche Schlupfloch, das den ETF nun in limitierter Variante ermöglicht, ist der Paragraf 144A der Regulierungsvorschriften der amerikanischen Börsenaufsicht SEC, in dem es heißt, dass der Verkauf privater Wertpapier erlaubt ist, solange dieser sich ausschließlich an „qualifizierte institutionelle Käufer“ richtet.

Durch diese Ausnahmeregel können VanEck und SolidX ganz legal Anteile ihres Bitcoin-Treuhandfonds verkaufen, allerdings nur an bestimmte Kunden, wie zum Beispiel Banken oder Hedgefonds und nicht an Privatanleger.

Die Vermögensverwaltungen hatten bereits 2018 die Zulassung eines Bitcoin-ETFs beantragt, allerdings wurde die Entscheidung über diesen Antrag von der Börsenaufsicht mehrfach verschoben. Stand heute hat die SEC noch überhaupt keinen Bitcoin-Indexfonds zugelassen, was unterstreicht, dass die Behörde bei dem Thema bisher noch sehr konservativ ist.

Am 12. August hatte die SEC zuletzt ihre Entscheidung für gleich drei Bitcoin-ETFs aufgeschoben, darunter die Produkte von VanEck/SolidX, Bitwise Asset Management und Wilshire Phoenix.