Vietnams Finanzministerium fordert ein zeitweises Importverbot für Krypto-Mining-Hardware

Vietnams Finanzministerium (MoF) hat ein pauschales Verbot für Krypto-Mining-Hardware-Importe vorgeschlagen, wie der lokale Nachrichtendienst VN Express am 5. Juni berichtete.

Das Ministerium soll den Vorschlag am Montag vorgetragen haben, da es befürchtet, dass Krypto-Mining-Hardware die Markteinführung von neuen digitalen Währungen vereinfachen, die "sehr schwer zu regulieren" sind.

VN Express zitiert aktuelle Zahlen des Ministeriums, die zeigen, dass allein in den ersten vier Monaten des Jahres 2018 mehr als 6.300 Kryptowährungs-Mining-Riggs in das Land eingekauft wurden. Verglichen mit den 9.3000 Riggs im Jahr 2017, wurde die vietnamesischen Zollbehörde auf den Anstieg aufmerksam und meldete ihn bei der Finanzbehörde, wie die Hanoi Times berichtet.

Kryptowährungen wurde erstmals Ende 2017 als illegale Zahlungsformen erklärt und die zugehörige Legislatur trat im ersten Quartal 2018 in Kraft.

Die ohnehin schon strenge Haltung der Regierung intensivierte sich im April, nachdem über einen Krypto-Betrug im Wert von über 530 Mio. Euro berichtet wurde, bei dem zwei Initial Coin Offerings (ICOs) vermeintlich von einer Vietnam-basierten Mantelgesellschaft hintergangen wurden.

Die Anklageschrift schreibt, dass 32.000 Investoren bei dem Verkauf der zwei ECR-20-Standard-Token Ifan und Pincoin insgesamt um 15 Mrd. Dong (etwa 536 Mio. Euro) betrogen wurden. Wenn sich die Anschuldigungen bestätigen, wäre dies der bisher größte Krypto-Betrug in der Geschichte.

Mitte April forderte der vietnamesische Premierminister Nguyen Xuan Phuc die Regierung und Finanzkörper aus, das "Management der Aktivitäten im Bezug auf Bitcoin und andere Kryptowährungen" anzuziehen und warnte, dass sich die Krypto-Investment-Sphäre auf "eine kompliziertere Art und Weise entwickelt".

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