Ethereum Gründer Vitalik Buterin hat öffentlich Bedenken in Bezug auf die Entwicklung der Krypto-Industrie geäußert. Dabei ging es ihm vor allem um den Zusammenhang mit der wachsenden Akzeptanz von Blockchain-Glücksspielen. In einer Diskussion bei einer „Ask Me Anything“-Sitzung (AMA) am 20. Februar erklärte Buterin, dass er eine „moralische Umkehr“ innerhalb der Branche befürchte. Diese Aussage bezieht sich auf die zunehmende Kritik an Ethereum und seiner negativen Haltung gegenüber Blockchain-Gambling.
Hintergrund: Ethereum und seine Haltung zum Blockchain-Glücksspiel
Ethereum ist noch immer die führende Blockchain-Plattform für dApps und bekannt für seine Schwerpunkte auf Smart Contracts und Dezentralisierte Finanzen (DeFi). Insbesondere in Bezug auf Blockchain-Gambling ist Ethereum jedoch vorsichtiger. Das wurde von vielen in der Krypto-Community kritisiert, die argumentieren, dass Ethereum mit anderen Blockchain-Netzwerken konkurrieren muss, um relevant zu bleiben.
Buterin äußerte seine Enttäuschung darüber, dass Ethereum immer mehr als intolerant bezeichnet wird, nur weil es sich nicht in gleichem Maße auf Blockchain-Gambling einlässt. „Vielleicht das Enttäuschendste war, als jemand sagte, dass Ethereum schlecht und intolerant sei, weil wir die "Kasinospiele" auf der Blockchain nicht genug respektieren“, erklärte Buterin.
Moralische Umkehr und Bedenken in der Krypto-Industrie
Buterin betonte, dass die Krypto-Industrie zunehmend von einem Fokus auf finanzielle Gewinne geprägt ist, während die ethischen Überlegungen wenige Leute interessieren. In seiner AMA-Sitzung erklärte er, dass diese „moralische Umkehr“ bedenklich sei. Insbesondere die Akzeptanz von risikoreichen Finanzprojekten und Glücksspielanwendungen ohne Rücksicht auf ethische und gesellschaftliche Auswirkungen lässt ihn an der langfristigen Ausrichtung der Branche zweifeln.
Das könnte seiner Meinung nach dazu führen, dass er das Interesse an der Branche verliert. Der Ethereum-Mitbegründer zeigte sich besorgt, dass sich die Werte der Krypto-Industrie immer mehr in Richtung eines „laissez-faire“ Finanzmodells bewegen, das keine Rücksicht auf die langfristigen sozialen und ethischen Folgen nimmt. Generell ist eine Veränderung in der Szene bei vielen Experten und "alten Hasen" im Gespräch. Während früher Dezentralisierung und Unabhängigkeit Thema waren, ist die heutige Community deutlich offener gegenüber unseriösen Projekten, solange der Profit stimmt.
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