Ethereum Mitgründer Vitalik Buterin warnt, dass die Ethereum Blockchain schon fast komplett voll ist. In einem Interview vom 19. August sieht er die mangelnde Skalierbarkeit von Ethereum als entscheidendes Problem, das große Unternehmen davon abhält, die Blockchain zu nuten.
„Skalierbarkeit ist das entscheidende Nadelöhr“
Die entsprechenden Äußerungen machte Buterin gegenüber dem Nachrichtenportal The Star, das ihn in diesem Zusammenhang nach den wichtigsten Hürden für Kryptowährungen gefragt hatte. Darauf antwortete Buterin:
„Die Skalierbarkeit ist das entscheidende Nadelöhr, da die Ethereum Blockchain schon fast komplett voll ist. Große Unternehmen kommen deshalb unweigerlich zu der Schlussfolgerung, dass die Blockchain durch ihren Beitritt noch voller wird, was die Konkurrenz um Transaktionsraum noch größer macht. Diese Zwickmühle hält Unternehmen vom Eintritt ab.“
Buterin hat allerdings einen Lösungsvorschlag parat und fordert Community sowie Blockchain-Betreiber dazu auf, von der Idee abzurücken, dass jeder einzelne Computer jede einzelne Transaktion verifizieren müsse. Stattdessen soll ein einzelner Computer nur einen Bruchteil der Transaktionen einer jeweiligen Blockchain verifizieren.
Dieser Schritt würde die Skalierbarkeit eines Netzwerks beträchtlich erhöhen und die Kosten um mehr als das 100-Fache senken. Obwohl damit zwar gewisse Abstriche bei der Sicherheit einhergehen, hält Buterin diesen Kompromiss für mehr als annehmbar.
Neben einer Verbesserung der Skalierbarkeit und weiteren technischen Fortschritten sieht der Ethereum Mitgründer eine weitere Herausforderung darin, die Blockchain-Technologie massentauglich zu machen.
Kooperation anstatt Konkurrenz?
Kürzlich hatte Buterin prognostiziert, dass die Zukunft der Kryptowährungen „pluralistisch“ sein wird bzw. dass es genug Platz für verschiedene koexistierende Coins gibt. Im gleichen Atemzug zeigte er sich offen gegenüber der Vorstellung, dass Ether selbst mit dem großen Konkurrenten Bitcoin kooperieren könnte.
Um diesen Gedanken zu untermauern, verwies er auf ein Blockchain-Projekt, das im Hintergrund Ethereum-basierte Smart Contracts einsetzt, vordergründig allerdings Zahlungen über das Bitcoin Lightning Netzwerk abwickelt. Diese Form der Zusammenarbeit hält Buterin für einen wichtigen Fingerzeig.
Im Juli hatte er bereits vorgeschlagen, dass die Bitcoin Cash Blockchain kurzfristig dabei helfen könnte, dass Problem der Skalierbarkeit von Ethereum zu lösen.
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